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erzconcessionen in Nassau, Siegen, Baiern und der Eifel sind durchzahlreiche charakteristische Erzproben vertreten, unter denen diehoclimanganhaltigen Erze der Grube Heinrich hei Limburg undspeciell der hier gewonnene Manganspat für den Mineralogen inter-essant sind. Auch die zur Herstellung von Bessemer - Roheisenverwandten fremdländischen Erze sind durch schöne Muster ver-treten. In den Glaskästen des mittleren Schrankes haben die Roh-eisenprodukte des grossen Hochofenwerkes der Gesellschaft Platzgefunden. Besondere Beachtung verdient hier die Collection vonSpiegeleisen und Ferromangan, welche einen stufenweisen Mangan-gehalt von 8—75 °/o aufweist. In anderen Glaskästen sind Profil-abschnitte und Bruchproben der verschiedensten Walzfabrikate inStahl und Eisen ausgestellt. Die Schweissbarkeit des erzeugtenFlusseisens ist durch ein aus 13 einzelnen Lagen zusammenge-schweisstes Paket veranschaulicht. An Walzwerksprodukten fallenuns ferner noch die verschiedenen Systeme des eisernen Eisenbahn-oberbaues sowie Streckenbogen für eisernen Grubenausbau in dieAugen. Die grosse Giesserei der Abtheilung Sterkrade ist durchGranaten und Poterieguss sowie durch Hart- und Polirwalzenvertreten.
Zuletzt, jedoch nicht als das letzte, haben wir die ausge-zeichneten und altberühmten Schmiedestücke von Sterkrade zu er-wähnen: Ketten in allen Stärken mit schönen Zerreiss- und Festig-keitsproben, ein Pumpengestänge, eine Schiffskurbel-Axe; eine anderegrosse Doppelkurbelwelle von 10 000 kg Gewicht für den Dampfer,,Main“ des Norddeutschen Lloyd liegt in der Maschinenhalle nebender dort aufgestellten 100 pferdigen Compoundmaschine der Gute-hoffnungshütte. Beide Kurbelwellen sind aus Schmiedeeisen herge-stellt. Prachtvolle Schmiedestücke sind endlich die ausgestelltenAnker, der grösste für die deutsche Panzerkorvette „Stein“, diekleinen für Rheindampfer bestimmt. Ein schmiedeeisernes Anker-spill für 42 mm starke Ankerketten für die deutsche Panzercorvette„F“ schliesst die Reihe dieser höchst interessanten Marinegegenstände.
Wir dürfen den Podest der Gutehoffnungshütte nicht verlassen,ohne das interessante Modell einer selbstthätigen Waggonkippvor-richtung, Patent Gutehoffnungshütte, in Augenschein genommen zuhaben, welche dazu dient, die Ueberführung von Kohlen, Erzen u.s. w. aus den Eisenbahnwaggons in die Schiffe ohne hydraulischenoder sonstigen Apparat, unter Benutzung des Eigengewichtes derLadung selbst als Betriebskraft, zu bewirken. Die Vorrichtung istim Hochfelder und Ruhrorter Hafen ausgeführt.
Wenden wir uns jetzt zur Ausstellung der Union, Actien-Ge-sellschaft für Bergbau, Eisen- und Stahl-Industrie in Dortmund .Der erste Blick lässt erkennen, dass diese Gesellschaft auf allenihren Werken (es sind dies die Dortmunder Eisen- und Stahlwerkemit dem Annex des Applerbecker Walzwerks, die Hörster Eisen-und Stahlwerke in Horst bei Steele und die Henrichshütte beiHattingen ) den Schwerpunkt ihres Schaffens in den Walzwerksbetriebverlegt und. dass sie hierin die denkbar vollkommensten Ein-richtungen besitzen muss. Zunächst fällt eine Kolossalgruppe vonschwerem Fajoneisen, Doppelt-T-Träger, U-Eisen, Z-, T- und Winkel-eisen in die Augen, sämmtliche Stücke von 20 m Länge mit Aus-nahme des einen, das Bauwerk krönenden 500 mm hohen Doppelt-T-Trägers, welcher die immerhin stattliche Länge von 12 m besitzt.Diese Gruppe begrenzt die eine Seite des Ausstellungsraumes, die