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Zusammenhang der beiden Ausmündungen des Defileesbedingt wird. Je breiter der unwegsame Terrainstrich, jegrößer also die absolute Länge des Defilees wird, destomehr Truppen müssen sich Behufs einer Entwickelung vordem Defilce gleichzeitig in selbigem, also in einem wehrlosen,beengten Zustande bewegen, desto länger, schwieriger, vpfer-und gefahrvoller wird der Widerstand, welcher den Abzugin cin Defilee schützen soll.
2. Die relative Länge des Defilees, also die Richtung undGcstrecktheit, mit welcher dasselbe durch die impraktikabel»Strecken hinführt. Eine schiefe Lage, Abbiegungen, Krüm-mungen steigern die Schwierigkeiten des Durchzuges.
3. Die Breite des Defilees, d. h. des für Truppen prakti-kablen Weges oder TerrainstreifenS.
4. Der Grad taktischer Unwegsamkcit neben dem Defilce, in-sofern dabei die innere Sicherheit desselben betheiligt ist.
5. Die Lage, Richtung, Gestrecktheit und Breite der Aus-mündungen und die unmittelbar daran stoßenden Terrainver-hältnisse. Es ist von großer Bedeutung, ob die Ausmün-dungen durch naheliegende Ortschaften, Anhöhen oder sonststarke Aufstellungen geschlossen werden, oder ob die Aus-mündungcn selbst mit den unmittelbar anstoßenden Seiten-flächen das vorliegende Terrain überhöhen.
Die besondern Eigenthümlichkeiten der verschiedenen De-fileen entspringen aus den Tcrrainverhältnissen, durch welcheund unter welchen die Defileen gebildet werden, sind also ab-hängig von dem Charakter der neben den Defileen Hinstreifenden»„praktikabel«! Terrainflächen und hiernach klassifizircn sich dieverschiedenen Defileen in: stehende Brücken, Führten, Dämme,Hohlwege, Wald- und Gebirgsdefileen.
Zur allgemeinen Charakterisirung der eben bezeichnetenKategorie«! läßt sich Folgendes hervorheben:
Die stehenden Brücken find in der Regel gerade, kurze