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2 (1854) Die Lehre vom Gebrauche der Artillerie : zweiter Haupt-Abschnitt der allgemeinen Artilleriewissenschaft / bearbeitet durch F.W. Scheuerlein
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hauptung oder in dem Verluste der Festung die vollendete Ent-scheidung des um ihren Besitz entbrannten Festungsgefechtes ge-geben, einen desto höher» Werth gewinnt die Dauer ihresWiderstandes.

Hieraus ergeben sich zunächst folgende allgemeine Grund-sätze des Festungskriegs:

1.Der taktische Werth der Besatzung ist demjenigen derFestung völlig unterzuordnen; die Besatzung muß sichals Armirungsmittel betrachten, welches man nach derWichtigkeit des Platzes abgemessen und seiner Behaup-tung zum Opfer gebracht hat."

2.Die Dauer des Widerstandes ist das sich von Tage zuTage vorschiebende Ziel des Vertheidigers, das zuver-lässigste Mittel sich zu behaupten, die Verzögerungdes Angriffs mithin das vorherrschende Prinzipdes Widerstandes."

3.Die Einnahme der Festung, mithin die Ueberwältigungihrer Widerstandsfähigkeit, ist das Ziel des Angriffsund das Objekt der vollkommenen Entscheidung seinesGefechts."

4.Der Angriff ist daher nur dann berechtigt, sich von demKampfe gegen die Widerstandsfähigkeit der Stellung ab-zuwenden und direkt gegen die Besatzung zu richten,wenn entweder die Festung, oder die Besatzung ihrerBestimmung nicht entsprechen oder wenn der Angriff fürden geregelten Kampf nicht die erforderliche Zeit und die

.Mittel aufzubringen vermag."

5.Je wichtiger die Einnahme einer Festung ist, je mehrdemnach der Angriff für die Sicherstellung seines Er-folges sorgen muß, desto mehr müssen seine Anstalten-auf die Ueberwältigung der Widerstandsfähigkeit gerich-tet sein, welche durch die Anlage und Armirung derFestungswerke begründet ist."