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„konzcntriren, um die übrigen Geschütze in ihrer Thätig-keit gegen die feindlichen Baustellen desto ungestörter zu„erhalten."
In der hier erörterten Gefechtsbereitschaft ist das Maßdes Widerstandes gegeben, welchen die Festung gegen den Bauder ersten Angriffsstcllung und gegen die Eröffnung ihres Feuersaufzubringen vermag. Gegen diese Gefechtsbereitschaft hat derAngriff kein Mittel, er muß vielmehr in voller Wehrlosigkeitalle dclraus entspringenden Gefahren und Verzögerungen über-stehen, bis er seine Battericen zu Stande gebracht und in. Feuerthätigkeit gesetzt hat. Erst von diesem Augenblicke ankann er seinen Angriffsplan in das Werk setzen, dessen Endzieleine für den Sturm praktikable Bresche in dem Hauptwalleund dem dahinter liegenden Abschnitte oder Neduit ist, alsoAnnäherung seiner Artillerie bis an den Hauptgraben.
Diese Annäherung, welche über mehrere Angriffsstellungenhinwcgführt, kann nicht Statt finden, so lange die Gefechtsbe-reitschaft der Festung ungeschwächt fortbesteht, muß also durchUeberwindung derselben, d. h. der Armirung und Armirungs-fähigkeit der Werke, erkämpft werden. —
8- 48.
' Ueber den Plan des förmlichen Angriffs und über die taktische Bedeutungder Parallelen. —
Wir wissen aus den vorangegangenen Entwickelungen, daßder förmliche Angriff in drei Hauptakte zerfällt und zwar:
1. in die Ueberwältign ng des Ferngefechts der Fe-stung, d. h. in die Ueberwältigung der Festungsartillerieund in die Beseitigung der Armirungsfähigkeit der Wälle;
2. in den Kampf gegen die Sturmfreiheit der Fe-stung und
3. in den Sturm gegen das Innere, als den letzten„Entscheidungsakt.
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