Santorin.
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Leute, die auf dem erhobenen Felsen landeten, um anhängende Austernzu sammeln, waren genöthigt, ihn wegen der heftigen Erschütterungdes Bodens zu verlassen. Der Anfang der Insel wurde zuerst beobach-tet am 23sten Mai 1707. Im Juli begleitete schwarzer Bauch die Er-hebung der Gesteine, und es scheint viel Schwefelwasserstoffgas ent-leert worden zu sein. Steine, Rapillen und Aschen wurden kurz nach-her ausgeworfen; Schauer von den beiden letzteren verbreiteten sichüber beträchtliche Entfernungen. Die vulkanische Thätigkeit währtebeinahe ein Jahr in grösserer oder geringerer Stärke, ja eigentlichwährend 10 Jahren nach einander. Diese Thätigkeit hat auch jetztn och nicht aufgehört, da ein von den Fischern gefundenes Riff, wel-ches während einer kurzen Zeit auf 30 oder 40 Fuss von der Ober-fläche gestiegen war, im Jahre 1829, nach Lalande, nicht mehr als9 Fuss Wasser, aber ein Areal von 2400 Fuss Länge und 1500 FussBreite hatte, und der Boden sich allmälig von dem Mittelpunkte nachaussen senkte, und ungefähr zwei Monate später eine zwei Fuss ge-ringere Tiefe von Bory de St. Vincent gefunden wurde.
Das Folgende (Fig. 139) ist eine Karte dieser Inseln [mit einerSkizze der Bänke und der Gestalt des Meeresbodens, wie ihn die letzte
Fig. 139.
Aufnahme von Capitän Graves ergab. Man sieht sogleich die krater-förmige Einsenkung in dem Mittelpunkte mit einer Tiefe von 213 Fa-detl (1278 Fuss), ebenso die geringe Tiefe nach Westen, welche dze-selbe von dem Mittelländischen Meere in jener Richtung trennt. EbensoJMeressant ist der tiefe Canal, der nach Norden läuft, mit 990 Fussder uns besonders an die von L. v. Buch abgebildeten und esc hriebenen Krater erinnert, wo ein grosser Riss auf einer Seite ent-