Buch 
Vorschule der Geologie : eine Anleitung zur Beobachtung und zum richtigen Verständniss der noch jetzt auf der Erdoberfläche vorgehenden Veränderungen sowie zum Studium der geologischen Erscheinungen überhaupt : nach dem "Geological Observer" des Sir Henry T. de la Beche : mit über 300 in den Text eingedruckten Illustrationen in Holzschnitt / Henry T. de la Beche ; frei mit Zusätzen bearbeitet von Dr. Ernst Dieffenbach
Entstehung
Seite
409
JPEG-Download
 

des Wassers durch die Gesteine.

409

peratur die der grössten Dichtigkeit übertrifft, steigen die wärmerenWasser hinauf und die kälteren hinab, welche Wirkung auch auf dieOberfläche und die entsprechenden Tiefen unter 60 oder 80 Fuss aus-geübt werden mag. In jenen dagegen, wo die Temperatur eine solche!8t, dass das Wasser einen entgegengesetzten Lauf nimmt, anstatt dasskalte Wasser zur Modification einer Wärme hinabsteigen, welche dasOestein sonst besitzen könnte, steigen sie auf. Z. B. in dem sibirischenSchachte (S. 254), der unter die Tiefe von 378 Fuss hinabstieg, beiWelcher eine Temperatur von 0°,44 erhalten wurde, und wenn mandieselbe Geschwindigkeit der Zunahme annimmt, wie man von derTiefe von 75 Fuss an fand, nämlich ungefähr 0°,55 C. auf je 30 Fuss*),s ° würde erst in einer Tiefe von 630 Fuss Wasser von 4°,16 C. ge-funden werden.

Fs ist angenommen worden, dass gewöhnliche Quellen in denwärmeren Gegenden der Erde eine höhere Temperatur haben, als dieäittlere in derselben Localität, während die in den kälteren Theilen'fw Erde eine geringere Wärme besitzen. Da dieses einen modificiren-^ ei > Einfluss im Zusammenhang init der allgemeinen Vertheilung derTemperatur in den Gesteinen, aus denen diese Quellen fliessen, vor-* 1,8 sctzt, so wird eine sehr sorgfältige Untersuchung der wirklichenWärme solcher Quellen von Wichtigkeit. Bei Quellen, welche aus^Palten entstehen, wie die oben erwähnten (S. 408), erhält man oft°hne die gehörige Sorgfalt eine niedrigere Temperatur, als ihnen zu-k°mmt, selbst vorausgesetzt, dass das Wasser, wenn es aus verschie-den Tiefen nach oben fliesst, einen grossen Theil seiner urspriing-ichen Temperatur verliert, und die von den Gesteinen annimmt, in^'riehen es aufsteigt. Auch muss die Wärme gewöhnlicher Quellen® 0r gfältig mit Rücksicht auf die Art und Weise des Vorkommens deres ten Gesteine oder weniger zusammenhängenden Ablagerungen be-achtet werden, aus denen sie aufsteigen. Wenn wir annehmen, dassln dem folgenden Durchschnitt, Fig. 170, ein poröser Sandstein ist,

Fig. 170.

4er

ah . einer Thonsclucht b b ruht, so werden die von dem ersterenRoh lr ^ Cn ßegenwasser durch die letzteren vom Tieferdringen ab-4er p en 80 ^ ass 4as nicht im Sandstein zurückgehaltene Wasser unterl; e ortn v on Quellen an der Seite des Hügels und auf dem unter-^ 11 en Thon hervordringt. Wenn ein anderer Sandstein oder irgend

cee lemperaturamahme stimmt sehr nahe mit der bei Grenelle erhal-s en nämlich 1 » C. auf 53 Fuss.

* Be «he, Geologie. 26*