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Die Armee in der Bewegung : I. Innere Anordnungen, [II. Hindernisse der Bewegung] : mit 8 Tafeln und Plänen / [Josef Gallina]
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Die Armee in der Bewegung.

delmung der Front des Echiquiers) die Widerstandsfähigkeit jeder der-selben so wenig nachhaltig ist, dass einzelne Colonnen geschlagen wer-den können, bevor ihre ausreichende Unterstützung möglich wird. Da-bei lässt sich dann der Durchbruch nicht verhindern, wenn der feind-liche Stoss gegen die Mitte der Front des Echiquiers gerichtet würde.

Die Feldzüge von 1792 bis 1800 in den Niederlanden, in Piemont,in der Lombardie und in Venetien geben zahlreiche Beispiele von einergelockerten oder cordonartigen Ausdehnung der Front, bei welcher dasStreben, Alles zu decken, auf Kosten der nothwendigen Tiefe geschah.

6 .

Die Armee ist gespalten oder getrennt, wenn in der Mittedes Echiquiers ein oder mehrere für die Bewegung geeignete Parallel-wege nicht benützt werden. Marschirt ein der eigenen Armee gleichstarker Feind seinerseits geschlossen gegen ein solches Intervalle, sowird die Front seines Echiquiers kürzer und mithin dieses überhauptdichter sein. Hiedurch findet er Gelegenheit, in den Kaum, den manin dem eigenen Echiquier frei gelassen hat, mit solcher Kraft einzu-dringen, dass er dasselbe durchbricht und die Vereinigung der ge-trennten Theile unmöglich macht.

1 .

Ist die Trennung eine bedeutende und beträgt sie mehrere Tag-märsche, so hört der Begriff: „Echiquier“ für die Gesammtarmee auf;die einheitliche Leitung derselben wird sehr erschwert und es entstehenArmeegruppen, für deren jede aber wieder die für das Echiquier auf-gestellten Grundsätze Geltung haben.

Eine gelockerte Front ist immer nachtheiliger als eine in zweioder drei Gruppen (Armeen) getheilte, deren jede für sich hinlänglichstark ist und compact massirt sich bewegt oder steht, wie z. B. dieAlliirten in den Feldzügen 1813 und 1814.

Der Nachtheil der Trennung wächst mit der Grösse des Interval-les. Sie kann nämlich in einem Falle so gross sein, dass dem Gegnerdie Möglichkeit geboten wird, mit seiner Gesammtmasse oder wenig-stens mit überlegenen Kräften eine der Gruppen früher zu besiegen,bevor die andere selbe zu unterstützen vermag und dadurch auch dieserüberlegen bleibt. So z. B. Napoleon 1796 bei Bekämpfung der zumEntsätze von Mantua bestimmten Armeen; 1813 bei Dresden u. m. a.