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Die Armee in der Bewegung : I. Innere Anordnungen, [II. Hindernisse der Bewegung] : mit 8 Tafeln und Plänen / [Josef Gallina]
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§. 8. Befehlgebung.

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Die Fälle jedoch, in denen der rangsälteste Commandant zurDielung der einheitlichen Leitung über verschiedene, von einanderUnabhängige Heereskörper den Befehl zu führen hat, sind:

a) bei Führung des Stations-Commando’s;

b) bei Entscheidung über den Vortritt sich kreuzender Marsch-Colonnen;

c) bei gemeinsamen Aufgaben oder insolange der nämliche Zweckzu verfolgen ist, wie z. B. beim Marsche zweier unmittelbarhintereinander disponirter Colonnen, beim Angriffe oder derVertheidigung ein und desselben Objectes etc.;

d) bei Sammlung verirrter oder in Unordnung gerathener Truppen -theile.

Ausserdem muss es wohl jedem Truppen-Commandanten über-lassen bleiben, zu beurtheilen, ob und inwieferne die von einem nicht^mittelbar Vorgesetzten Höheren gestellten Anforderungen demMomentan zu erreichenden Zwecke förderlich oder den allgemeinenVerhältnissen entsprechend sind.

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Alle vom Armee-Commando ausgehenden Anordnungen lassens ich in dem Maasse schneller in Vollzug setzen, als weniger ver-mittelnde Zwischen-Commanden vorhanden sind; r ) ferners bei der ste-

*) Die Versäumnisse und den Mangel an strenger Dienstordnung,welche in den wichtigsten Momenten des Krieges oft unberechenbareI'olgen nach sich ziehen können, fasst Feldzeugmeister Baron Zach, derin Italien 1800 und 1805 als Quartiermeister wohl manche Erfahrunggemacht haben dürfte, in seinem Werke: „Elemente der Manövrirkunst“in einem zwar grellen aber doch immerhin treffenden Bilde zusammen:

„Wenn eine Nachricht.vom Feinde kommt, die den General im ent-fernten Hauptquartiere aufsuchen muss — wenn dieser unentschlossen,nichts zu bestimmen weiss, wenn er Bathgeber erst muss zusanimeu-rufen lassen, wenn diese sich streiten, wenn Meinungen bald aus ver-schiedenen Ansichten, bald aus Leidenschaften erweckt, sich durchkreuzen,Wenn es doch endlich zum Entschlüsse kommt und wenn nun wiederStunden und halbe Tage dazu nöthig sind, bis ihn die Adjutanten ineine Menge Befehle niedergeschrieben, protocollirt und nummexirt haben77 wenn wieder andere Adjutanten, Galopins und Ordonnanzen zur Be-förderung dieser Befehle an die Truppen gesucht und von Gesellschaften,Bharotischen und Bällen geholt werden — wenn diese erst satteln odersoupiren müssen und nachher auf elenden Pferden gar den Weg ver-fehlen — dann in weit entlegenem Lager die Generale in ihren oft weitdavon entfernten Quartieren aufsuchen müssen, wenn die Befehle in dermilitärischen Leiter von Stufe zu Stufe laufen, vielleicht bei jeder erst^geschrieben, protocollirt und nummerirt werden — wenn die Truppe

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