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Die Armee in der Bewegung : I. Innere Anordnungen, [II. Hindernisse der Bewegung] : mit 8 Tafeln und Plänen / [Josef Gallina]
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§. 10. Concentrirung der Kraft zur Schlacht.

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s üccessive in drei Angriffs- oder Vertheidigungsmomenten die 45.000Mann des Gegners für den betreffenden Tag lahm legen könne; voraus-gesetzt, dieselben wären in dem erwähnten Verhältnisse wie 20:15:10üür nach einander zu bekämpfen.

Ebenso hat bei allen Partialgefechten und bei gleicher Stärkebeider Armeen jene die volle Aussicht auf den Sieg, bei welcher derFeldherr an jedem Kampftage oder auch während eines Schlachttages1,1 den Hauptmomenten desselben mehr Truppen ins Gefecht zu brin-gen versteht als der Gegner, was aber eine ausserordentlich geschickteAusnützung der Kraft und demgemäss die zweckmässige Vertheilungder Ruhepausen bedingt. Es lässt sich dies mit der anstrengenden Ar-beit beim Schanzbaue vergleichen, wobei nämlich in den 8—10 Arbeits-Munden, als der täglichen Leistungsfähigkeit eines Arbeiters, lediglichri ür, theils durch kurze Unterbrechungen, theils durch ein Abwechselnder anstrengenderen mit der leichteren Arbeit sich die günstigsten Re-sultate erzielen lassen.

Wenn man annimmt, dass jeder Soldat an einem Tage durch 8Stunden, jedoch mit Unterbrechung der physischen Anstrengung, imGefechte verwendet werden kann, so repräsentirt eine Armee von1 00.000 Mann jedenfalls 800.000 einzelne Elemente oder Kampfstun-den. Tritt aber die unerlässliche Unterbrechung nicht ein, ist also dieAnstrengung eine continuirliche, so kann diese Leistungsfähigkeit jeöa ch dem Grade der Anstrengung schon nach 4 bis 6 Stunden für denübrigen Theil des Tages als erschöpft und als beendigt angesehen wer-den. Die Armee verfügt dann anstatt über 800.000, nur mehr überbOO.OOO Stunden.

Dies zeigt mithin klar, dass selbst bei gleicher Stärke durch ge-schickte Oekonomie mit den Kräften und durch deren möglichste Aus-nützung in Bezug auf die Zeit, je nachdem alle Elemente nach ihrerv °Hen Leistungsfähigkeit frei gemacht werden oder theilweise gebun-den bleiben, sich gleichfalls ein Uebergewicht ergeben kann, welchesentscheidend auf das Endresultat einwirken muss.

Die Kriegsgeschichte lehrt, wie zahlreich die Schlachten sind,kei denen, weil sie als verloren betrachtet, der Kampf aufgegeben ward,°bschon oft mehr als der dritte Theil der Armee gar nicht dazu ge-kornmen einen Schuss abzufeuern, eben weil man versäumte, die Lei-stnngsfähigkeit angemessen zu verwerthen.

Wo eine Armee auf engem Kampfraume bereits concentrirt ist,"ürd ohne Zweifel die Leitung der Schlacht bei Weitem leichter als

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