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Die Armee in der Bewegung.
von um so grösserer Bedeutung, als Napoleon seine Hauptmacht nochnicht in den Kampf gebracht hat. Es wirken nämlich am 11. blos dieBeserve-Cavalerie, das Corps IY und ein Theil des Keserve-Corps. Uebri-gens bleiben auch auf Seite der Verbündeten 23 Infanterie-Batailloneund beinahe die ganze Cavalerie ausser Contact. Dabei aber ist in Rech-nung zu bringen, dass die Hauptmacht der Russen am 10. durch dieAnkunft des Corps Kamenskoy (21 schwache Bataillone und 27Escadronen) verstärkt ward.
Bei einem Vergleiche der wechselseitigen Lage der Franzosen undVerbündeten zeigt sich, dass am 4. die Armee Napoleon’s gegen16 Meilen in der Front und über 23 Meilen in die Tiefe ausgedehnt ist,während die Verbündeten ihre Kraft enge beisammen und zum Schla-gen bereit haben.
Die Ursache des Scheiterns der vom russischen Oberbefehlshabereingeleiteten Offensive ist zunächst in dem Verschieben des Angriffesvom 4. auf den 5. zu suchen, weil durch vorzeitige, nicht mehr gänzlichzu sistirende Bewegungen der Gegner aufmerksam gemacht wird. Mangelan Energie bei Ausführung des Angriffes, hauptsächlich aber das um-sichtige Verhalten des Marschalls Ney tragen das Meiste zum Miss-lingen des Planes bei; denn Corps VI verschafft durch sein langsamesWeichen und das wiederholte Behaupten günstiger Stellungen derfranzösischen Armee einen Zeitgewinn von drei Tagen. Während diesernähern sich die verschiedenen Corps einander mehr und mehr, so dassbereits am 8. die Hauptmacht auf dem Raume von weniger als tinerMfile sich zu compacter Masse versammeln kann.
Aus dem Feldzuge 1809 in Deutschland.
Operationen vom 10. bis 23. April.
(Hiezu Uebersicktskarte H.)
Oesterreich und Frankreich haben ihre Hauptarmee in Deutsch-land und bedeutend schwächere auf secundären Kriegstheatern.
Die österreichische Hauptarmee am 10. vollkommen versammelt,beginnt ihre Operationen an diesem Tage mit dem Uebergang überden Inn. Sie besteht aus: