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Die Armee in der Bewegung : I. Innere Anordnungen, [II. Hindernisse der Bewegung] : mit 8 Tafeln und Plänen / [Josef Gallina]
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Beispiel aus dem Feldzüge 1809.

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''äschern Vorwärtsgehen in der Lage gewesen, das eine oder das anderedieser beiden Corps in ihrer Vereinzelung anzugreifen und zu schlagen;ebenso war die Gewinnung der Donaubrücken bei Neustadt und Kel-heim und der Durchbruch der feindlichen Aufstellung noch möglich.Dieser günstige Moment wird aber dadurch versäumt, dass man die beiLandshut stehenden Baiern für stärker hält, als sie wirklich sind undmit dem Angriffe bis

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zögert, an welchem Tage jedoch das Debouche von Landshut in denBesitz der österreichischen Armee gelangt.

Zur selben Zeit richtet Napoleon, welcher über die von seinemGeneral- Quartiermeister am 14. getroffenen Anordnungen um so mehrbeunruhigt ist, als er sich keiner Täuschung hingibt, dass bei schleu-nigem Vordringen der Oesterreicher die lange und dünne Linie dereigenen Armee über Neustadt und Kelheim leicht zu durchbrechen seiünd in Folge dessen der Rückzug bis hinter den Rhein nothwendigWerden könnte, an Bert hier zu Augsburg folgendes Schreiben:

Ludwigsburg, 16. April 1809.

„Ich erhalte Ihr Schreiben, in welchem Sie Mir zur Kenntniss bringen,lass Sie Corps II (Oudinot) nach Regensburg abrücken lassen. Von der Notli-Wendigkeit einer so aussergewöhnlichen Maassregel, die Meine Truppen zerstreut"nd dadurch schwächt, setzen Sie Mich nicht in Kenntniss. Ich meine, wennSie zu diesem Entschlüsse nicht durch aussergewöhnliche Gründe gelangt sind,Werden Sie Oudinot’s (Corps II) Bewegung einstellen und ihn zwischen Re-Kensburg und Augsburg Stellung nehmen lassen, um diesen letzteren Ort, wenneöthig, zu besetzen. Was den Befehl betrifft, Straubing durch General Wrede'‘esetzen zu lassen, so verstehe Ich denselben nicht, weil Ich nicht weiss, warum® r diesen Punkt überhaupt verlassen hat. Die angeordnete Besetzung von Lands-“Ut kann Ich nicht billigen. Marschall Lefebvre hat gut gethan, bei Mün-chen seine Kraft zu vereinigen; zwei Divisionen sind stärker als eine. Den SinnIhres Schreibens vom 13. Abends verstehe Ich nicht recht, und Ich hätte vor-Sezogen, Meine Armee zwischen Ingolstadt und Augsburg vereinigt zu wissen;l'o Baiern in erster Linie, wie sie Lefebvre aufgestellt hat. bis man weiss,Was der Feind beabsichtigt. Die Nachrichten vom Corps III. (Da vout) bleiben'ange aus.

. _ Es ist nothwendig, sich Meinen Instructionen zu fügen, die dahin lauten,Meine Armee zu versammeln, um sie in der Hand zu haben. Sollte der Feindaus Tirol debouchiren und würde man gezwungen, bei Augsburg die Schlacht^zunehmen, ohne dass Corps II (Oudinot) dabei ist, so wäre dies ein grosses1. n glück. Würde man anderseits genöthigt, Augsburg zu verlassen, das nochu 'cht in haltbaren Stand gesetzt ist, und müsste man auf diese Weise die Ma-gazine von Ulm Preis geben, so wäre auch dies ein grosses Unglück. Alles wäreJollkommen gut, wenn das III. Corps (Davout) bei Ingolstadt, das IV. CorpsjMassena) mit den Württembergern und dem Corps II (Oudinot) bei Augs-bu . r § stünden. Nachdem der Feind mit dem Angriffe begonnen hat, muss man8ei ne Absicht zu erkennen trachten. Die Hauptsache ist, dass Corps II (Oudi-vor demselben nach Augsburg kömmt, und dass er seine Augen gut offen"alt. Was nun Corps III (Davout), die Divisionen Saint Hilaire, Nan-