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Die Armee in der Bewegung.
brechen. Der General-Quartiermeister verfasst in diesem Momente die Instruc-tion für Sie; aber schon jetzt, bei Empfang dieses Schreibens, müssen Sie IhreDispositionen treffen. Lassen Sie für 4 Tage Zwieback und für 4 Tage Brod vor-bereiten und setzen Sie Augsburg derart in Stand, als ob dieser Platz belagertwürde. Bestimmen Sie einen General zum Commandanten und lassen Sie da-selbst die französischen Depots, die Kranken, ein badisches und ein hessischesRegiment, einige französische Officiere des Stabes, vier Genie - Offleiere, einenArtillerie-Officier und zwei Kriegscommissäre.
Zwei Artillerie-Compagnien werden von hier nach Augsburg disponirt-Diese Truppen haben den Brückenkopf und die Stadt zu besetzen. Lassen Siealle Thore von Augsburg schliessen. Niemand soll ein- oder ausgelassen werden,damit Ihre Bewegung geheim bleibt. Das Ihnen unterstehende Cavalerie-Corp 6soll auf der Route nach München den Verkehr hindern.
General Moulin, welchen Ich zum Commandanten von Augsburg be-stimmt, wird daselbst eintreffen. Geben Sie ihm für sein Verhalten die nöthi-gen Instructionen. Selbst wenn er von der gesammteii feindlichen Armee cernirtwürde, muss er sich vertheidigen und halten, bis die Belagerungsgeschütze ein-treffen und die Bresche eröffnet ist.
Geben Sie Befehl, dass die Gräben ausgebessert werden. Alles was vonder französischen Armee vereinzelt anlangt: Compagnien, Bataillone, Escadronenu. s. w., wird die Garnison verstärken. Von Augsburg darf sich Nichts entfer-nen als die Proviant-Colonnen, u. z. nur auf Ihren Befehl und unter Bedeckung!die Bagagen, Hemmnisse, Weiber u. s. w. bleiben in Augsburg. Der hier cot»'mandirende General, unbekümmert ob auf dem rechten Ufer des Lech sein®Verbindung frei ist, wird solche mit Ingolstadt auf dem linken Ufer erhalten'
Der Zweck Ihrer Bewegung ist, diese mit jener der Armee in Einklangzu bringen, den Feind zu überfallen und seine Colonnen zu vernichten. Es pdaher notliwendig, dass Sie keinen grossen Tross haben, dass sich der Artillerie'park bei Ihrem Corps befinde und dass 2 Stunden nach dessen Ausmarsch Nicht 6mehr auf der Strasse ist. Antworten Sie Mir noch diese Nacht und geben Si®Mir bekannt, ob genug Munition, Lebensmittel und Kriegsvorräthe sich i®Augsburg befinden. Sie begreifen, dass Ich für den Fall einer Belagerungspreche. Sind für 12—15 Tage Munition und Kriegsvorräthe vorhanden, s °reicht dies vollkommen aus. Bei Ihrem Abrücken werden Sie den Belagerung 5 'zustand verkünden und von diesem Momente an hat die Bevölkerung de>®Commandanten zu gehorchen. Alle Bagagen, welche sich zwischen Ulm upAugsburg befinden, sind in letztere Stadt zu schaffen, damit, selbst wenn fein®'liehe Truppen zwischen beiden genannten Punkten Vordringen sollten, sie u» s ,Nichts abnehmen. j
Reisende, die in Augsburg nicht eingeschlosseu bleiben wollen, könne 11über Landsberg passiren; besser jedoch ist es, wenn in den ersten 5—6 Tag® 11Niemand verkehrt. ..
Verbreiten Sie die Nachricht, dass Sie zum Theil nach Tirol, zum The* 1nach München marschiren.
Treffen Sie sogleich Ihre Dispositionen, damit die Queuen Ihrer Colomp 1ohne Verzug über Friedberg hinauskommen. Schieben Sie starke Recognosprungs-Abtheilungen gegen Dachau, um bei Ihrem Abrücken sicher zu sein, d» ssdie feindliche Infanterie in dieser Position noch nicht eingetroffen ist.
Veranlassen Sie, dass Ich noch in dieser Nacht Stand und Beschaff®®'heit Ihres Corps an Mannschaft, Pferden, Infanterie- und Geschützpatron® 11erfahre.“
An Davout (Corps III.) zu Regensburg.
Donauwörth, 17. April 1809, 6 Uhr Abends.
„Diesen Morgen angekommen, habe Ich General Savary, Meinen Ordo®'nanzofficier und einen bairischen Major zu Ihnen gesandt; auch beauftragte IpGeneral Wrede und Marschall Lefebvre, denen ich durch verschiedene p'Jlegenheiten Schreiben sendete, Ihnen Meine Absichten bekannt zu geben. Jet*®