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Die Armee in der Bewegung.
Sie Mir im Verlaufe des Tages wiederholt Nachricht, falls dies nothwendigsein sollte.
Sie begreifen das Dringende der Umstände, und Ich habe wohl nichtnothwendig, Ihnen zu empfehlen, dass Sie mit Nachdruck handeln. Setzen Siesich mit Davout (CorpsIII) in Verbindung und theilen Sie ihm mit, was Sievon den Deserteuren erfahren, damit er sich der Sachlage gemäss benehme.“
An Massena (IV. Corps) zu Aichach.
Donauworth, 18. April 1809.
„Ich erhielt Ihr Schreiben. Die Division, welche Sie in Landsberg haben,und die vier Regimenter leichter Cavalerie müssen trachten Aichach zu ge-winnen, oder sollen Alles aufbieten, um wenigstens auf die Strasse von Augs-burg nach Aichach zu gelangen; unbedingt aber müssen General Oudinot mitseinem Corps (II) und drei andere Divisionen, Ihre Kürassiere und was Sie sonstan Cavalerie haben, in Pfaffenhofen nächtigen.
Mit einem Worte, Sie werden verstehen, um was es sich handelt. Erz-herzog Carl ist mit seiner ganzen Armee von Landshut gegen Regensburgdebouchirt; er hatte drei Armeeco 2 - ps, die auf 80.000 Mann geschätzt werden.Die Baiern haben sich den ganzen Tag zwischen Siegenburg und der Donaumit seiner Avantgarde geschlagen. Nun, heute den 18. verlässt Davout(III. Corps) Regensburg mit 60.000 Mann, um gegen Neustadt zu rücken. Erund die Baiern (Corps VII) werden also gemeinschaftlich gegen den PrinzenCarl wirken.
Alles, was von Ihrem Corps morgen den 19. angelangt sein wird, welchemdie Württemberger, eine Division Kürassiere und was sonst noch möglich ist,sich anschliesst, hat an der Action Theil zu nehmen; sei es, um dem PrinzenCarl in den Rücken zu fallen, sei es, um die Colonne von Freising und Moos-burg anzugreifen und endlich in die Schlachtlinie einzurücken. Nach Allemscheint es, dass zwischen dem 18., 19. und 20. Deutschlands Geschicke ent-schieden sein werden. Heute den 18. können die Baiern den Kampf noch fort-setzen, jedoch ohne wesentlichen Erfolg , weil sie immer mehr an Boden ein-büssen; aber sie beunruhigen und verzögern doch hinreichend die Bewegungdes Feindes. Davout (Corps III.) ist von Allem in Kenntniss gesetzt und Ge-neral Wrede sendet ihm sämmtliche Gefangene. Es ist möglich, dass heutenur einzelne Flintenschüsse gewechselt werden. Zwischen Regensburg und derStelle, auf welcher Prinz Carl sich befindet, sind nur 9 Meilen. Also erst am19. kann es zu Etwas kommen und demnach werden Sie auf den ersten Blickerkennen, dass die Raschheit der Bewegung nie so nöthig war, als eben jetzt.Ohne Zweifel wird Davout (Corps III), welcher gegen üO.OUO Mann hat, imschlimmsten Falle sich aus jeder für ihn nachtheiligen Lage ziehen können;aber Ich betrachte den Feind als verloren, wenn Corps II (Oudinot) undIhre drei Divisionen vor Tagesanbruch debouchirt sind und wenn Sie MeinenTruppen begreiflich machen, um was es sich handelt. Entsenden Sie Cavalerie-Detachements auf grosse Entfernungen. Es scheint, dass die Oesterreicher inMünchen und gegen diese Richtung nicht mehr als ein Corps von 12.00J Mannhaben. Die von Ihnen auszuführenae Bewegung ist von solcher Bedeutung, dassIch Mich möglicherweise zu Ihrem Corps begeben werde. Ihre Cavalerie, welchein Dachau war, kann abrücken, sich Ihnen anschliessen und mit Ihnen nachPfaffenhofen marschiren. Der General, welcher bei Landsberg steht, bildet mitseinen Truppen Ihre Arrieregarde und wird 6—7 Stunden von Ihnen entferntsein. Dies kann nützen, aber keinesfalls nachtheilige Folgen haben. Wenn nöthigiwird er sich immerhin nach dem zweiten oder dritten Tage mit Ihnen ver-einigen können. Die vier Regimenter leichter Cavalerie endlich dürften in*Verlaufe des morgigen Tages oder übermorgen längstens Ihre Tete erreichthaben.
P. S. Schnelligkeit, Tbätigkeit, Eile , 1