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Die Armee in der Bewegung : I. Innere Anordnungen, [II. Hindernisse der Bewegung] : mit 8 Tafeln und Plänen / [Josef Gallina]
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Die Armee in der Bewegung.

Punkte durchschneiden; wie z. B. bei einer Bewegung “von Pavia überMezzana Corte auf Alessandria, welche die Ueberschreitung des Tessinund Po bedingen würde.

In noch grösserem Maasse müsste eine Armee mit Brückengerätheversehen sein, wenn sie an der unteren Drau , Donau und Theiss ope-rirte. Besondere Vorsichten erheischen die Flüsse Südrusslands. Dortbieten sich nämlich keine Mittel zur Herstellung von Noth- oder halb-permanenten Brücken, da weder Holz noch Stein zu finden wäre.

Eine Armee in der Offensive bedarf in ihrem Rücken nur soviele stabile Uebergänge als Nachschubslinien erforderlich sind. Fallsdieselben für die erste Zeit des Bedarfs als Nothbrücken hergestelltwurden, sind sie so bald als möglich durch halbpermanente zu er-setzen.

Will man unmittelbar nach dem Uebergänge, d. i. mit demFlusse nahe im Rücken die Schlacht annehmen, so muss jedenfalls fürje 20.000 Mann eine Brücke (für 300.000 Mann 15 Brücken) vorhan-den sein, soll die Armee bei allenfalls nöthigem Rückzuge nicht ineine nachtheilige Lage gerathen.

Muss der Rückzug schon früher angetreten werden, ehe man Zeitfindet, über die im Rücken gelassenen Gewässer halbpermanente oderdoch Nothbrücken vorzubereiten , so wird mindestens die Errichtungeben so vieler Kriegsbrücken wie bei der Vorrückung noth wendig.

Alle diese und andere ähnliche Verhältnisse, wie sie auf einemKriegstheater Vorkommen können, sind daher stets im Voraus reif-lich in Erwägung zu ziehen, um die geeigneten Mittel bei Zeitenvorzubereiten. Das Mitführen von Seilwerk, Balken, Pfosten etc. etc.,oder die Ansammlung solcher Materialien an Punkten, von wo sie sichleicht heranziehen lassen, ist daher oft unbedingt nothwendig. So hattez. B. Napoleon 1812 einen vollständigen Brückentrain von 100Pon-tons und überdies von Danzig herangezogenes Geräthe (Deck-Material,Schlagwerke, Seile, Anker etc.) für eine zweite gleich lange Brückebei der Armee.

§• 15 .

Wahl der Uebergangspunkte.

Die Anforderungen an eine günstige Uebergangsstelle sind tak-tischer und technischer Natur:

I. In taktischer Beziehung solldas diesseitige Ufer:

«) das gegenüberliegende beherrschen und vortheilhafte Geschütz-stellungen für eine Massenverwendung der Artillerie darbieten;