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Die Armee in der Bewegung : I. Innere Anordnungen, [II. Hindernisse der Bewegung] : mit 8 Tafeln und Plänen / [Josef Gallina]
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Die Armee in der Bewegung.

„Uebrigens sende Ich Ney mit seinem Corps nach Skoruli undOudinot gegen Janow. Das Ergebniss dieser Bewegung wird zurKlärung unserer Lage beitragen und die mit der Armee zu nehmendeStellung bestimmen. Bis nun war der König von Neapel in seinenBewegungen zu rasch. Die Armee unternimmt vorläufig Nichts, als sichzu sammeln ; denn man darf gegen eine im Ganzen noch schlagfertigeArmee nicht so wie gegen eine bereits geschlagene marschiren. “

Unmittelbar nach einer Schlacht der Spur des sich zurückziehen-den Feindes zu folgen ist daher viel leichter. Nur wenn die von dem-selben benützten Strassen auf einen excentrischen Rückzug schliessenlassen, bleibt es schwierig, jene Richtung sogleich zu erkennen, welcheer mit seiner Hauptmacht einschlägt. So war z. B. Napoleon I. un-mittelbar nach der Schlacht von Wagram nicht in Kenntniss, dass dieHauptmacht der Oesterreicher sich auf Znaim zurückzog; er hatte daherseine Hauptkraft ursprünglich in die Richtung von Brünn dirigirt, waseinen Zeitverlust herbeiführte, der den Oesterreichern zu Gute kam.

Beispiele.

Flussübergang im Eehiquierverhältnisse entfernt vom Feinde.

Hätte die in §. 1 (Tafel F, I und II) supponirto Armee mit ihrensechs Corps gegen die böhmische Grenze zwischen Rumburg-Friedlandoder Rumburg-Heinersdorf (Taf. K, Fig. 25) vorzurücken, so würde siedie Elbe in der Flussstrecke Kolin-Königgrätz oder Nimburg-Pardubitzüberschreiten müssen.

Da an den Punkten Nimburg, Podiebrad, Neu-Kolin, Elbe-Teinitz,Kladrub, Prelauö, Pardubitz und Königgrätz, somit 7 solide Brückenvorhanden sind, könnte der Uebergang anstandslos mit der nämlichenAnzahl von Colonnen geschehen, als ursprünglich in Bewegung gesetztwaren. Bezüglich des Ueberganges selbst wären keine anderen Vor-kehrungen zu treffen, als die Voraussendung von technischen Truppen,welche zur Beaufsichtigung der Brücken und zur augenblicklichen Her-stellung allenfalls entstehender Schäden unbedingt nöthig sind.

Geschähe aber ein solcher Flussübergang im Eehiquierverhältnissean Punkten, wo stabile Brücken mangeln, so müssten vor dem Ueber-gange die Brücken-Equipagen rechtzeitig zu den Avantgarden der be-treffenden Armeecolonnen disponirt und so in Marsch gesetzt werden,dass die Brücken vollendet sind, wenn die Teten der Armeecolonnenan den Fluss gelangen.