Einleitung. 5
eintreffens des fraglichen Ereignisses. Denn unter n möglichenFällen sind ihrer m für das Eintreffen des Ereignisses, also ihrern — m für das Nichteintreffen günstig. Somit ist — gemäss II. —
die Wahrscheinlichkeit des Nichteintreffens -= 1-. Sind
n n
in einer Urne 68 Kugeln, von denen 22 weiss sind, so ist die
22
Wahrscheinlichkeit, eine weisse Kugel zu erhalten gg, die eine
22 46 .
solche nicht zu erhalten 1— -ttj- = , 77 ,-, wie natürlich, da ja 46
00 00
anders gefärbte sich in der Urne befinden.
Kann ein Ereigniss eben so leicht eintreffen, als es nicht ein-
treffen kann, so ist die Wahrscheinlichkeit seines Eintreffens =
1 ... 1 1— , da dann die seines Nichteintreffens 1 — —, d. h. auch = — ist.
£ Lu
IV.
Stammen aus derselben Quelle mehrere Ereignisse A, B, C,...und man kennt die Wahrscheinlichkeit a des Eintreffens von A,die 6 von B, so ist die Wahrscheinlichkeit, dass entweder A,oder B eintrifft, gleich a -j- b.
Seien etwa in einer Urne 20 rothe, 16 schwarze, 14gelbe Kugeln, so ist die Wahrscheinlichkeit, eine rothe zu
ziehen —die eine schwarze zu erhalten ; sucht man aber
Wahrscheinlichkeit = — =
50 50
entweder eine rothe, oder eine schwarzesind jetzt 36 Fälle unter 50 günstig,
36 _ 20_,_ 1650’
Sind a, b , 0 ,... die Wahrscheinlichkeitender Ereignisse A , B, C, , die sämmtlich aus derselben Quellestammen, so ist die Wahrscheinlichkeit, dass entweder A, oder B,oder C, . . . eintrifft, gleich a c . (Natürlich über-
steigt diese Summe niemals die Einheit.)
die Wahrscheinlichkeit,Kugel zu ziehen, so
also ist die gesuchte
was den Satz beweist.
V.
Sind a, b die Wahrscheinlichkeiten der Ereignisse A und B,so ist die Wahrscheinlichkeit, dass beide zugleich eintreffen = ab.