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gen und die fahrspur des thiers bezeichnen; das geiider der flügel ist dadurch dann schönbiosgelegt. Die färbe meistens bräunlich grau, bei zwei exemplaren kommen weisze bindenund flecken vor. — Von den beiden hüllen kann ich nur die Vermutung aussprechen, daszsie einer tinea, die ähnlich wie die lebende pellionella ein säckchen mit sich herumtrug, an-gehört haben. Die erste ist länglich dreieckig, vorn und hinten verschmälert, auszen mit unratund kleinen vermoderten holzkrümchen bedeckt, 7 mill. lang, in der mitte 2 milk breit. Diezweite hülle ist länglich plattgedrückt und besteht aus zwei flächen, die eine, wahrscheinlichdie untere, ist ziemlich flach und kürzer als die obere, diese ist flachgewölbt und hat am vor-dem und hintern ende eine abgerundete, am rande eingekerbte kappe, gegen die sich dieabgerundeten enden der andern fläche so anfegen, dasz beide Öffnungen des säckcliens ge-schlossen werden. Das säckchen ist gegen 4 milk lang und etwas über 1 milk in der mitte breit.
Das tinea ränpchen ist kurz gedrungen, etwas über 1 milk lang, mit nackenscliildchen,deutlichen gangfüszen, kurzen haftfüszen und nachschiebern.
Die kleine tinea puppe, von 3 milk länge, unterscheidet sich von den tortrix puppen durchlängere bis über die mitte des leibes reichende fühler und fuszscheiden, und die glätte derleibesringe; die flügelscheiden sind jedoch auch kurz und daher keine völlige gewiszheit,dasz das thier zu tinea gehört.
3. Farn. Tortricida. Blattwickler. 15 vollk. thiere. 4 puppen. 7 raupen.
Schulterecken (pterygoda) getrennt, erstes fülilerglied länger und stärker als die übrigen,das erste fuszpaar kurz, das letzte lang, mit langen abstehenden sehienendornen, wodurch siesich von der vorigen familie unterscheiden. Man sieht ferner bei den männchen am ende desliinterleibs zwei behaarte klappenstücke und oft die ausgestreckte, von einer scheide um-fäszte legeröhre des Weibchens. Bei einem exemplar mit ausgebreiteten flügeln ist auch dasretinaculum deutlich zu erkennen. Bei einem'andern sind leib und brust ausgefressen, unddie von schuppen entblöszten schulterecken, der rücken der brust, das dahinter befindlicheSchildchen, die kopfplatte und das erste fülilerglied sind dadurch anatomisch biosgelegt.
Die vier puppen enthalten wahrscheinlich zwei arten. Bei allen ist der vordere tlieil, wel-cher köpf und brust einschlieszt, etwas verdickt und die fiisze und flügelscheiden gehen nurbis zum ersten hinterleibsgliede hinunter; dieser läuft nach hinten kegelförmig zu und hat achtringe, die an ihrem hinterrande mit kaunnartig stehenden feinen zähnclien und um die mittemit einem ringe von stacheln geziert sind. Ein exemplar liegt zwischen zerkauten oder alskotli ausgeworfenen holztheilen, ein anderes neben einem kurzflügeligen käfer, so dasz alsodie puppen wahrscheinlich in oder auf der erde gelegen haben.
Den sieben raupen scheinen vier arten unterzuliegen. Zwei mit schlankem leibe, etwaseingeschnürtem halse und durch eine lange furche getheiltem köpfe, 6 deutlichen gangfüszenund 10 haftfüszen, von denen die letzten, am zugespitzten hinterende (nachschieber) längersind und fast horizontal liegen. Leib gelblich weisz, köpf braun, auf jedem leibesringe inreihen stehende und mit haaren besetzte rundliche braune höckerchen. Ein nackenschildchen