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Programm, womit zu der am Montag den 17. März 1856 von 8 1/2 Uhr Vorm. und 2 1/2 Uhr Nachm. an stattfindenden öffentlichen Prüfung der Schüler der Petrischule / ergebenst einladet Dr. Strehlke
Entstehung
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3. Latein. 3 St. w. Im Sommersemester in 1 St. Einübung der regelmässigen Conjuga-tionen, Wiederholung des Cursus von Quinta, in 1 St. Uebersetzen aus dem 1. Abschnitt desLesebuchs von Jacobs. In 1 St. Exercitien. Oberlehrer Boeszoermeny. Im Winters. Ein-übung der unregelmässigen Yerba. Es wurden 20 kleine Stücke in dem Elementarbuche vonJacobs gelesen, an deren Erläuterung sich das Notlrwendigste vom Satze und von den Casusanknüpfte. Dr. Pfeffer.

4. Französisch. 6 St. w. Im Sommers, in 2 St. Grammatik: Einübung der verschie-denen Artikel, der Hülfsverba avoir u. etre auch in der Frage und Verneinung, der Pronomina,der regelmässigen Coujugation u. der verb. pronom. In 4 St. Uebersetzen aus Ahn von Stück195. Die deutschen Stücke wurden schriftlich ins Französische übersetzt. Oberl. Boeszoer-meny. Im Winters, wurden aus dem Elementarbuche von Plötz die Lectionen 150 gelesenu. übersetzt u. die 4 Conjugationen gelernt. Die meisten deutschen Stücke schriftlich ins Fran-zösische übersetzt. Dr. Pfeffer.

5. lieebnen. 5 St. w. Die 4 Species mit gebrochenen unbenannten u. benannten Zahlen.Die einfache Pegel de tri. Häufiges Kopfrechnen. Häusliche Aufgaben. Lehrer Schultz.

6. Naturgeschichte. 1 St. w. Einführung in die Geschichte der 3 Naturreiche.Oberlehrer Menge.

7. Geographie. 2 St. w. Der erste Cursus des Leitfadens von Voigt wurde wiederholt,die Gebirge u. Flüsse Europas wurden eingeübt, Karten gezeichnet. Lehrer Ilugen.

8. Geschichte. 2 St. w. Im Sommers, die Brandenburgische Geschichte bis zum grossenKurfürsten wurde erzählt und durch Wiedererzählen eingeübt. Die betreffenden Jahreszahlenwurden aus Ilirschs Tabellen gelernt. Lehrer Hugen. Im Winters, wurden von den Ge-schichtstabellen des Professor Dr. Hirsch die 3 ersten gelernt und erläutert. Dr. Pfeffer.

9. Schreiben. 3 St. w. Wie in III. B. in Verbindung mit häuslichen Uebungen.Lehrer Schultz.

10. Zeichnen. 2 St. w. In 1 St. geometrisches Zeichnen nach dem Leitfaden des Dr.Busch, in 1 St. freies Handzeichnen nach Vorlegeblättern. Lehrer Hugen.

11. Singen. 2 St. w. Zweistimmige Lieder aus dem 1. Th. des Sängerhains von Erk u.Greef. Melodische u. rhythmische Uebungen. Choräle nach Kniewel. Lehrer Schultz.

Fünfte Klasse.

Ordinarius: Lehrer Schultz.

1. lteligion. 2 St. w. Biblische Geschichte nach Kohlrausch. Erklärung des sonn-täglichen Evangeliums. Lieder aus dem Gesangbuche und die 3 ersten Hauptstücke des luth.Katechismus wurden gelernt. Lehrer Schultz.

2. Deutsch . 6 St. w. In 2 St. Grammatik: der einfache Satz, die Begriffswörter undBiegung derselben. In 4 St. orthographische Uebungen. Declamiren. Lehrer Hugen.

3. Latein. 6 St. w. Die Declination der Substantive, Adjectiva , Pronomina und die 4regelmässigen Conjugationen wurden eingeübt. Kleine Uebungen im Uebersetzen. Im Som-mer Lehrer Hugen, im Winter Dr. Pfeffer.

4. Kechnen. G St. w. In 5 St. die 4 Species mit benannten Zahlen nebst Einleitung zll denBrüchen. Häusliche Aufgaben. Lehrer Schultz. In 1 St. Kopfrechnen. Lehrer Griining.

5. Geographie. 2 St. w. Der erste Cursus des Leitfadens von Voigt w r urde nach demGlobus und den Sydowschen Karten eingeübt. Lehrer Hugen.