Äber die Vertheidigung der Festungen geht unserer Armee dieeigene blutige Kriegserfahrung ab. Es kann desbalb allein dasStudium der Kriegsgeschichte die Belehrung für diesen wichtigenZweig des Fcstungskrieges liefern.
Der nachstehende Versuch über den Dienst der Infanterie zurVertheidigung fester Plaste gegen den gewaltsamen Angriff mußtedeshalb seine Lehren und Ansichten auf kriegsgeschichtliche That-sachen stützen.
Bevor wir aber das eigentliche Thema behandeln, müssen wirwenigstens in allgemeinen Umrissen der Bewaffnung der Festungengedenken, welche die Artillerie und Fortifieation auszuführen ha-ben, um den Plast für die Vertheidigung einzurichten.
I. Wie Armirung (Bewaffnung) einer Festung.
Wird eine Festung in den Belagerungs - Zustand erklärt: sotritt der Beginn aller Arbeiten ein, um dieselbe in Vertheidigungs-Zustand zu festen.
Sie werden Armirungs - Arbeiten genannt und zerfallenin zwei Haupt-Classen: in die Armirungs-Arbeiten zur Sicher-heit gegen jeden gewaltsamen Angriff, und in die eigentlichenVertheidigungs - Arbeiten.
Die Armirungs - Arbeiten zur Sicherheit gegen den gewaltsa-men Angriff werden daher zuerst ausgeführt, und ihre baldigeVollendung gewährt den Vorzug, den feindlichen Unternehmungendie ganze Aufmerksamkeit und Kraft der Festung eingetheilt ent-gegenstellen zu können.
Sie umfasse» Seitens der Artillerie die Bewaffnung der Werkemit Geschütz; wozu das Einschneiden der Scharten, Strecken der
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