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Allerdings wird sie bei ihnen in die gefährdetsten Posten ein-zutreten haben, vorzugsweise aber ihre Verwendung bei den küh-nen Handstreichen der kleineren Ausfälle finden, wo es sich wenigerum die Menge, als um Entschlossenheit und kalten Muth handelt,eine Verwendung, welche ihren Gebrauch innerhalb des Platzesnicht ausschließt, sei es auf der Brustwehr gegen den stürmendenFeind, oder in der Stadt gegen den revoltircnden Einwohner.
Ist die Garnison mit glatten Gewehren bewaffnet, so erscheintes angemessen, wenigstens die gewandtesten Schützen der Ausfall-truppe mit gezogenen Gewehren zu bewaffnen (es seien dies Zünd-nadel-Gewehre, Thouvenin'sche Gewehre oder Büchsen), umdiese Mannschaften vorzugsweise zur Verstärkung des Gewehrfeuersaus stankirenden Punkten und nach Eintritt des förmlichen Angriffsgegen die feindlichen Sappen benutzen zu können.
In der Vertheidigung der Citadelle von Antwerpen 1832 be-dienten sich die Holländer nicht der Wallgewehre, wie französischeBerichte angeben, sondern mit vielem Vortheil der Büchsen. Schonim Sommer 1831 waren » Scharfschützen » mit 1 Sergeant, 1 Cor-poral und 60 Mann von der lOten Abtheilung unter LieutenantSchweißgurt für diesen Zweck eingeübt, und General Chasse sagtin seinem Bericht, daß die Vorzüglichkeit dieser Truppe sich nachdem Gestandniß des Feindes und nach eigener Wahrnehmung treff-lich bewährt habe. iv. Rah den, Wanderungen II. 137.)
Die Kopfstärke dieser Ausfalltruppe wird daher je nach derGröße der Garnison abgemessen werden müssen, und wobl seltenmehr Infanterie zählen als 150 Mann.
« Die Bewachung der übrigen Festungswerke.
». Die Bewachung des gedeckten tveges.
Zur Bewachung der Contre - Escarpe und um Recognoscirungenauf das nahe Vorterrain zu unternehmen, muß der gedeckte Wegbewacht werden.
Ist die Garnison auslangend, so wird der gedeckte Weg eben-falls mit einer Kette von Schildwachen umgeben, welche desNachts und bei schlechtem Wetter nicht weiter als 80 Schrittauseinander stehen.