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4. Muß ste unermüdet trachten des Feindes Subsistenzmittelaufzuheben, dessen Recognoscirungen zu stören, Gefangene einzu-bringen rc. rc.; diese verschiedenen Handlungen erfordern aber auchbesondere Fähigkeiten von den mit der Führung der leichten Reitereibetrauten Officieren.
Ehe wir noch genauer in das Wesentliche bei Angriffen derReiterei jeder Gattung, seien ste nun in Linie, Colonne oder Staf-feln, eingehen, führen wir die Hauptvortheile zum sichern Erfolgan, und zwar:
a) Den Punkt und dieZeit des Angriffes zweckmäßig zu wählen.
d) Die Angriffsform jedesmal so zu bilden, wie es das Gelände,die Stärke und Stellung des Gegners bedingt.
e) Beim Mißlingen eines Angriffes die Haltung und denMuth nicht verlieren, um jedem weiteren Nachtheil noch vorbeugenzu können.
In Linie.
Die Preußen, unter Seydlitz's Anführung, attakirten mei-stens in Linie, was uns aus dem schon vorne Erwähnten bereitsbekannt ist, allein durch das geschlossene Reiten formirte sich in derMitte, wo die Leute nach vorne gedrängt werden, eine Art Keiloder Colonne.
Wenn Seydlitz das Andrängen nach vorne nicht für nach-theilig hielt, so folgt daraus nicht, daß er dem Hintern Gliede einenbedeutenden Einfluß auf das vordere zugestanden habe. Es kamihm nur darauf an, unter allen Umständen die Schnelligkeit desChocs zu befördern, er erkannte zu sehr die Kraft einer ordnungs-mäßigen Schnelligkeit, als daß er die Gewalt des Chocs systematischdurch die tiefe Colonne gefesselt haben wollte.
Dieser denkende General der Reiterei wußte zu gut, welchenNachdruck er dem Choc durch das Verringern der Tiefe entzog; erbefahl eng geschloffen, Knie an Knie, zu reiten; dadurch befand sichbeim Choc Alles in einer solchen Preffe, daß die Pferde mit Wuthvorwärts strebten, um sich einem so gewaltsamen Zustande zu ent-ziehen. Wenn nun hieraus nothwendig in der Mitte ein Andrängenentstand, und sich dort eine regellose Colonne von 6 Mann Tiefebildete, so hemmte das nicht die Schnelligkeit des Chocs, mit wel-chem Seydlitz den Gegner niederwarf.