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Praktische Grundsätze zur höheren taktischen Führung der Reiterei nebst geschichtlichen Angaben / von Franz Strenner
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IV.

Disposition M " ' 7

^st der Obergeneral der Reiterei nicht befangen, zu glauben,daß die Umstände deö Gefechtes nur einem blinden Fatum anheimfallen, und sich nicht wie Viele nur auf das Glück verläßt; sondernsich fühlt, daß sein Talent im Stande ist, in einer großen Schlachtmit der Reiterei den Sieg herbei zu führen, so wird er auch bei einemgroßen Angriffe mit dieser, zu welchem wir hier die Form und Bewe-gung anzugeben versuchten, die günstigen Umstände, d. i. vorzüglichein geeignetes Gelände, dann die angreifbare Verfaffung des Geg-ners richtig erkennen, sein Reitereicorps diesen Hauptbedingungenanzupassen wissen, und das Uebergewicht an Kraft am rechten Ortin Anwendung zu bringen verstehen, ob er mit 12 oder 6 Regimen-tern, mit 6 oder 3 Batterien den Angriff zu unternehmen habe.

Momente.

a) Das Reitereicorps hinter der Front der Schlachtlinie desbereits vorne im Kampfe befindlichen Fußvolkes aufgestellt.

b) Das Reitereicorps rückt in die Formirung zum Angriff,gedeckt durch das Jnfanteriegefecht, vor.

e) Auf ein Trompetenzeichen räumt das vorne kämpfende Fuß-volk rechts und links die Front, und alle 6 Batterien rücken imschnellsten Tempo vor die Front der Reitereicolonnen, fahren aufund eröffnen durch ein heftig concentrisches Feuer den folgendenAngriff der Reiterei.

d) Auf ein zweites Zeichen stellt die Artillerie ihr Feuer ein,bleibt stehen, und nun gibt der Obergeneral der Reiterei alsogleichdas Zeichen zum Angriff, welches von allen Regimentern schnellwiederholt wird. Hierauf brechen alle 12 Regimenter mit geöffnetenColonnen im Trab gegen die feindliche Stellung vor. Die vier leich-