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zug vor der französischen, was sich auch bei jedem Zusammentreffenimmer bewährte.
Die englische Reiterei übertraf, rückstchtlich des Materiales —kann man billig sagen — noch immer alles Bekannte. Wellingtonsuchte ihr mehr Manövrirfähigkeit in größern Körpern zu geben.
Die russische Reiterei kann, mit ihren Materialien, wenn stemehr intellektuelle Kraft erhält und ein fähiger Reiter-General anihrer Spitze steht, noch die Erste der Welt werden.
Die würtembergische Reiterei war mit 10 Fuß langen Lanzen be-waffnet, mit Ausnahme der Schützen — fünften Züge — welche langeCarabiner hatten. Die Lanzenreiter hatten Stutzen, welche an derrechten Pistolenhalfter befestigt waren. Schützen und Reiter hattenPistolen, und einen zum Hauen und Stechen brauchbaren Degen.
Die bairische Reiterei ist vortrefflich, seit ste polnische Remontenbezieht.
Auch die badische Reiterei bewies stch in ihrer Detailausbildungals vortrefflich.
Die hannoverische Reiterei hat stch, durch die Thaten der deut-schen Legion, für lange Zeit ihren Ruhm gesichert.
Von der Reiterei der Spanier kann man über ihre taktischeAusbildung in dieser Periode wenig Vortheilhastes sagen. ZumTheil fällt die Schuld ihrer Unbrauchbarkeit auf ihre untüchtigenPferde. Bei den Portugiesen war dieser Zustand noch mehr derFall, da ihre Pferdezucht zu tief steht, und in einem kahlen Gebirgs-lande die Reiterei, aus diesem Grunde, nie auf einen solchen Gradvon Brauchbarkeit gebracht werden kann, wie bei andern Nationen.
Im Allgemeinen haben sich die meisten Staaten in dieserPeriode, wie bereits erwähnt worden, die Taktik der Franzosen zumVorbilde genommen, daher wir auch im Ganzen wenig über ihrebesonderen taktischen Verhältnisse anführen können. In der russischenArmee hat man Versuche gemacht, die Kosaken auch zum Choc zuverwenden, und zwar mit einigem Erfolg. (Siehe Thaten der Rei-terei. Glänzende Attake der Kosaken bei Leipzig.)
In neuester Zeit hat stch die Taktik der Reiterei, seit den letztengroßen Kriegen, nicht sehr verändert. Fast alle Staaten habengetrachtet, durch neue specielle Vorschriften die Manövrirfähig-keit ihrer Reiterei auf den höchstmöglichen Standpunkt zu bringen.Auch hat der lange Friede viele vortreffliche Erfindungen in Betreff