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1762 (29. Oct.) In der Schlacht von Freiburg, am Ende des sieben-jährigen Krieges (Sehdlitzens letzte That), hatte die aus kai-serlichen und Reichstruppen zusammengesetzte, 48 Batailloneund 68 Schwadronen starke Armee des Prinzen Stollberg,die Stadt Freiburg im Rücken, eine durch Schanzen und Ver-haue verstärkte, starke Stellung genommen. Der PrinzHeinrichvon Preußen ließ seine, 29 Bataillone und 60 Schwadronenstarke Armee, aus dem Lager von Marbach aufbrechen, um denFeind mit seiner Hauptstärke von der Seite von Brandt heranzugreifen, während seine Front beschäftigt wurde. DieseUmgehung der österreichischen linken Flanke schien durch einCorps von 6000 Mann auf dem Kuhberge bei Brandt ver-hindert werden zu sollen. Prinz Heinrich ließ sich aber nichtbewegen, seinen Entschluß aufzugeben, denn kaum waren 2Bataillone durch das Dorf Waltersdorf gedrungen, als 15Schwadronen ihnen folgten und jenseits aufmarschirten; dieübrigen Truppen folgten denselben. Die österreichische Reitereiversuchte einige Angriffe auf den preußischen rechten Flügel,allein sie wurde abgewiesen. Nun machte Seydlitz einen gro-ßen Reiterangriff und entscheidet das Treffen, durch welchessieben österreichische Infanterie-Regimenter über den Haufengeworfen, zwei fast ganz aufgerieben wurden; 79 Officiere,4000 Gefangene, 28 Geschütze und 9 Fahnen fielen in dieHände der Preußen.
1773 (15. Sept.) General Soltikow geht über den Fluß Kalma-tschouy und lagert bei Breczt, eilt hierauf dem General Ka-menskoi nach Woronesch zu Hilfe, stürzt auf den Seraskiermit 3000 Mann Reiterei, welchen er wirft, während Kamens-koi zwei andere Pascha's zersprengt und sie mit seiner Reitereidem Soltikow'schen Corps zutreibt, wo sie von dem PrinzenCantemir zusammengehauen wurden.
1779 (18. Jänner) Während der Eroberung von Habelschwerdtwar das Husaren-Regiment Wurmser bei dem Unternehmenaus das Blockhaus zu Oberschwedelndorf, 2 Divisionen, mit