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kung, daß eine feindliche Kanone zerschossen wurde und fünfPulverwägen in die Luft flogen. Tschernitscheff benützte dießund drang mit seinen kühnen Reitern in das Viereck ein, hiebdie Feinde theils nieder, theils nahm er sie gefangen — unterdiesen den westphälischen General Ochs, sechs Officiere, 1000Mann. — 14 Kanonen, 80 Pulverwägen und 800 Train-pferde wurden erbeutet. Die Rusien hatten nur 40 Todte.
1813 (7. Juni) Die Generale Tschernitscheff und Woronzoff erschei-nen mit ihrer Reiterei im raschen Ueberfall bei Schönfeld, undtreiben die um Eytritsch gesammelten Franzosen gleichsam vorsich her, auf Leipzig zu.
1813 (19. Aug.) Fürst Scherbatoff verfolgt die Franzosen mit den:Liefländischen und Kiew'schen Dragoner-Regimente bis Ober-Mays; seine Kosaken griffen, auf der Straße nach Löwenberg,einen großen Wagenzug an, und erobern, mit Hilfe des nach-rückenden Fußvolkes, die Kriegscasse vom Corps des Mar-schalls Macdonald.
1813 (21. Aug.) Bei Vellahn und Goldberg eröffneten die Franzo-sen das Gefecht mit einer lebhaften Kanonade auf das zweiteHusaren-Regiment der russisch-deutschen Legion. Unerschütter-lich hielt dieses tapfere Regiment aus; der General Dörenbergeilte demselben mit dem englischen Husaren -Regimente, zweiSchwadronen hannöverischen Reitern und 4 Kanonen zuHilfe.Die Franzosen hatten sich in eine Plänklerkette aufgelöst, wasauch von einem Theil des dießseitigen Fußvolkes geschah. Dasetzte sich der General Tettenborn an bte Spitze von drei Ko-saken-Regimentern, und stürmte gegen die rechte Flanke derfeindlichen Colonnen vor, welche nach kurzem Widerstände, beieinbrechender Nacht, über die Schaal zurückweichen.
1813 (23. Aug.) In der Schlacht von Groß-Beeren entreißen dieSachsen, von den Franzosen unterstützt, den Preußen dasDorf Groß-Beeren. Mit einemmale rückt aber Bülow vonden Höhen von Heinersdorf auf sie, und beginnt mit 60 Ge-schützen von neuem die Schlacht; als das feindliche Geschützschweigt, stürzten das Colbergische Regiment und die ostpreu-ßischen Füsiliere auf den Feind und erstürmen Groß-Beeren.Hierauf wird der größte Theil der Franco-Sachsen von derpreußischen Reiterei in die Moräste gesprengt. Die Schlacht