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auffingen, wodurch dieser Feldherr in völliger Unkenntnißblieb, daß ihm nur eine so schwache Streitmacht gegenüber stehe.
1813 (26. Aug.) In der Schlacht bei Katzbach unternahmen zweipreußische Dragoner-Regimenter, ein Nhlanen- und ein Land-wehr-Regiment, dann drei National-Schwadronen einen An-griff auf die Franzosen. Die drei National-Schwadronen stie-ßen auf die Spitze einer aus Artillerie und Reiterei bestehendenfeindlichen Abtheilung, welche aus einem Hohlwege hervorbre-chen wollte. Die Schwadron Szerdaheli stürzte auf die feind-liche Batterie, jagt die Bedeckung in die Flucht; die Schwa-dron Moreli aber drang in die Schlucht ein, und nöthigt diefeindliche Artillerie zum schleunigen Rückzüge. Der GeneralBlücher setzte sich an die Spitze der preußisch-russischen Reite-rei. Das ganze preußische Corps rückte vor, und General Uorkführt das Fußvolk persönlich ins Feuer. Der Angriff der russi-schen Reserve-Reiterei, welche geschlossen vordrang, entschied.Die französische Reiterei wandte sich, nachdem sie einige Zeithartnäckigen Widerstand geleistet, zur Flucht, und riß zweizur Unterstützung vorrückende Infanterie-Brigaden mit sichfort. Die Franzosen wurden förmlich umzingelt, und Alleseilte in wilder Flucht der Katzbach und den zur Neiße führen-den Schluchten zu. Am linken Ufer der Neiße, als die Fran-zosen nach Goldberg abzogen, wurde ihre Nachhut von denrussischen Vortruppen, unter dem General Kapzewitsch, einge-holt, von ihm in der Front angegriffen, von der Reiterei derGeneräle Pantschulidschef und Denisoff umgangen, in derFlanke angefallen, und mit einem Verluste von 18 Kanonenin die Flucht geschlagen, wobei die Stadt Goldberg in dieGewalt der Russen fiel.
1813 (27. Aug.) Als in diesem erfolgreichen Gefechte die Preußendie geschlagenen Franzosen verfolgten, war auch Tschernitscheffmit seinen Kosaken dabei besonders thätig; das Regiment Wla-sof, bei welchem sich Tschernitscheff selbst befand, stürzte sichauf eine französische Infanterie- und Reiter-Colonne, besiegtedieselbe trotz einer sehr lebhaften Gegenwehr, und nahm 20Ossi eiere und 1200 Gemeine gefangen.
1813 (27. Aug.) In der Schlacht bei Dresden griff der König Murat,mit der ganzen Reiterei, die österreichische Division Mesko an,