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und einem Lanciers-Regimente, gegen die Dragoner Pon-sonby's statt, welche, von drei Seiten angefallen, zum Wei-chen gezwungen wurden. Ponsonby, der sich an der Spitzeeines Theils seiner Reiterei den französischen Lanciers entge-gengeworfen hatte, starb den Heldentod. *) Die Reiter-Bri-gade des Generals Vandeleur, welche sich gleichzeitig mit derBrigade Ponsonby in Bewegung gesetzt hatte, wurde gleich-falls von der französischen Reiterei geworfen. Die zwei engli-schen Reiter-Brigaden sammelten sich hierauf hinter ihrer frü-heren Stellung.
Als die Franzosen über das Vorwerk la Haye Saintevordrangen, wurden sie von der deutschen Legion in ihrer lin-ken Flanke angegriffen. Die französische Colonne war deßhalbbereits im Weichen begriffen, und wurde den kaum erstiegenenAbhang wieder hinunter geworfen, als eine Abtheilung fran-zösischer Kürassiere gegen die drei Bataillone der deutschen Le-gion heranstürmte. Das erste und das fünfte Bataillon hatten,von englischer Reiterei beschützt, hinreichend Zeit Vierecke zubilden. Das achte Bataillon aber, welches sich eben in Linieentwickelt hatte, um die französische Infanterie anzugreifen,wurde überrascht und überritten; verlor seine Fahne, seinenCommandanten, 6 Offieiere und 90 Mann, und der Rest sam-melte sich mit genauer Noth hinter einem Hohlwege, war abernicht weiter mehr verwendbar.
Aus Befehl Napoleons sollten nun große Reiterangriffestatt finden, womit er den Marschall Ney beauftragte. Dieserließ die Küraffiere Milhaud's, welchen die leichte Garde-Reitereifolgte, sogleich über die Straße von Quatrebras gehen, umdie englische Stellung anzugreifen. Der Anfall folgte mit bei-spielloser Heftigkeit; die Kürassiere und die Garde-Reitereidrangen bis an das zweite englische Treffen vor. Die Artil-leristen mußten ihre Kanonen verlassen und sich in die Vier-ecke flüchten, bis die englische Reiterei den Feind zurücktrieb.
*) Das Pferd Ponsonby's blieb in dem Lehmboden stecken. Lanciers waren imAnsprengen begriffen, Ponsonby sah sich verloren, gab seinem Adjutanten einPortrait, aber schon war eü zu spät. Beide wurden getödtet und man fand ihreLeichen neben ihren Pferden. (Nach österreichischen Angaben.)
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