Band 
[Siebenter und achter Band.]
Seite
123
JPEG-Download
 

uns unter den Händen verwelkte? und wo findet man immer! einen Freund, wie Saint-Sauveur, der uns damit auf eineso systematische Art zu überraschen versteht, daß sie uns neuenGenuß gewähren? Was bleibt nun, da zu selten zwei gleich-I gestimmte Menschen auf ihrem Gange zusammentreffen, diehierin einander die Hände zu bieten Willen und Kraft ha-ben, noch übrig, als daß jeder selbst die Mühe übernehme, aufAbwechslung seiner Kinderspiele zu denken, so gewiß auchdabei die Hälfte jenes bemächtigenden Reizes verloren geht.Wohlan! So zeichne denn sie mir den Plan meiner künf-tigen Lebensordnung vor, zu dem ich mir nur noch Agathen»Unterschrift wünsche.

Weder an einen Ort, an ein Amt, noch an Pflichten ge-bunden, die ich mir nicht selbst als Weltbürger auflege, sollmir der Spielraum des Vaterlandes, wo nicht zum Schauplatzmeiner merkwürdigen Thaten — doch zu einem Spaziergangdienen, auf dem ich bald hier bald da eine Handvoll Saamen-körner edler wohlthätiger Gefühlpflanzen ausstreue, solltenj sie auch dann erst keimen und gedeihen, wenn ich schon längstin seiner heiligen Erde, unter dunkeln Ahnungen undunaufhörlichem Rufen nach Licht, die letzte Leitersprosse zumAustritt in jene Warte genommen — an ihrer hellen Pfortemeinen Staubmantel abgeworfen und nicht, wie hier zu be-fürchten habe, ein Brandopfer der Langenweile zu werden.Denn dort — •