Feuer den: Firmamente znwälzte. Es war geschehen; Amorschüttelte seine Flügel und floh, und stellte sich auf die knar-rende Fahne des Kirchthurms. Hier stand er, wie Nero,als er mit grausamer Wollust seine Residenz brennen ah,freute sich seines gelungenen Anschlags und erwartete denerschrecklichen Ausgang. Und nun, v Muse, hilf mir dasGetümmel beschreiben, das in dem Hause des Magisters ent-stand, als die gräßliche feuerschreiende Stimme sich über dasaufgeschreckte Dorf ausbreitete. Das hohle, furchtbare Getaneder stürmenden Glocken, die ein angstvoller Kantor unermü-det läutete, verkündigte den verzagten Matronen ihren Un-tergang, und das Geschrei der Kinder, und das Pochen dcrNachbarn, und das Bellen der Hunde machte eine finstereunglückliche Nacht noch schrecklicher. Von dem stummen Ent-setzen geführt, kam die verlerne Nüchternheit jetzt wieder indie Versammlung der Hochzeitgäste zurück. Doch kaum be-griffen sie das drohende Unglück ihres betrübten Wirths, soflohen sie ihn, als wahre Hofleute, mit eilenden Füßen, undnach einem kurzen, gleichgültigen Lebewohl verließen sie alledas neue Ehepaar in Thränen. Aber, wie ehemals der jungeAcneas seinen alten frommen Vater aus dem flammendenTroja trug, so umfaßt jetzt der getreue Hofmarschall seineweinende Klarisse, und durch die Liebe gestärkt, verachtet' eralle Gefahren. Das Feuer prasselt' über sein Haupt, unddie Wellen des Fischbeinrocks schlugen über seine zerrissenevHaarlocken zusammen; dennoch bracht' er sie glücklich an ihre
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