Band 
[Siebenter und achter Band.]
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Nun brachte der Gott der Liebe dem Hymen die hochzeit-liche Lunte wieder zurück; darauf ging er Hand in Hand mitihm zu dem getrösteten Verliebten, und sammelte seine ent-zückten Danksagungen in den leeren Köcher; denn der kleineHeld hatte den Tag über alle seine Pfeile verschossen. Dienoch übrige Nacht hindurch wacht' er an dem rauschendenDrautbett', und da der Morgen anbrach, erhob er sich fröh-lich in den Olymp auf den Strahlen der Sonne, die zuerstdem frohen Magister die Mischung von Scham und gede-müthigter Sprödigkeit auf den Wangen seiner zufriedenenSchönen sichtbar machten, und ihn zu neuen Morgenküssenerweckten. Wie reizend blickte nicht die vollendete Brautihrem glücklichen Sieger in das männliche Gesicht! Gleicheiner jungen Rose, die sich unter dem schwarzen Gefieder einereinzigen balsamischen Nacht entfaltete. Der überhangendePhöbus trifft sie in ihrem vollen Schmucke an, und verge-bens bemühen sich seine brennenden Strahlen, sie noch mehrzu entwickeln.

Jetzt stand der kleine Amor vor seiner freundlichen Mutter,und erzählt' ihr in scherzhafter Prahlerei seine Kriegslist undseinen Triumph, daß seine Stimme durch den Olymp schallte,und selbst die bescheidenen Musen ihm Beifall zuwinkten.Ihr Lächeln löste sich in einen sanften geistigen Sonnenscheinauf, wovon ein goldener Blick in die Welt drang, und unterso vielen tausend poetischen Seelen die meinige allein begeisterte.