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[Siebenter und achter Band.]
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Bitte eines Liebhabers

an

seine junge Geliebtemit der er schon einige Zeit versprochen war.

Du übertreibst, o Freundin meiner Jugend,Den Reiz der Scham und Sittsamkeit,

Und in dem Fieber deiner TugendBetrügst du dich um Glück und Zeit.

Wie lange willst du noch, wie langeDas treu'ste Bild der Ehe fliehn,

Und mir zur Qual im kurzen UebergangeVvm Fräulein bis zur Frau — »erziehn? —Du hörst mich nicht? Geliebteste! so höreDoch deiner ersten Mutter Rath,

Sie, die das Maas der jungfräulichen EhreAm richtigsten gemessen hat.

Als sie der Herr mit jedem Reiz umgeben,Der dich jetzt schmückt, ins Leben rief,Bewahrte sie dies jungfräuliche LebenSo lange nur, als Adam — schlief.

Ttzümmel. sämmtl. Werke. vin.

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