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Prolog
Im Namen eines jungen Prinzen
bei der
Vorstellung eines deutschen Schauspiels
an dem
Geburtstage seiner Frau Schwester.
Der Freundschaft Band, geliebte Schwester,Verbindet mich mit dir noch festerAls selbst die Bande der Natur!
Besaß dein Herz nicht achtungswerthe Triebe,
So schenkt' ich dir, als Bruder selbst, statt LiebeBetrügerischen Wohlstand nur.
Allein welch großes Glück ward mir in dir gegeben,Als du, der Unschuld gleich, an meine Seite kamst,Und, unbekannt mit dir, ein hoffnungsvolles LebenMit süßem Lächeln übernahmst.
Dem Tage folgte schnell die Menge froher Stunden,Die mir so unbemerkt an deiner Hand verschwunden,Die Freuden unsers Kinderspiels,
Die muntern freundlichen GeschenkeDer Jugend, die ich oft zur Ehre des GefühlsAls gegenwärtig mir noch denke.
Und jetzt — da dein gebildet Herz