Der Vogelsteller.
Die Liebe und der VogelfangSind ziemlich einerlei,
Es lockt der männliche Gesang,
Er lockt — er locktBöget und Mädchen herbei.
Sie achten ihre Schwäche nicht.
Denn ihre Herzen sindIn jugendlicher ZuversichtBetäubt — betäubtLiebevoll, fröhlich und blind.
Zwar bei dem ersten Ausflug istDas Vögelchen verzagt.
Hält jeden Laut für HinterlistWohin, wohinEs seine Flügelchen wagt.
Doch hüpft es bei dem zweiten FlugMit jubelndem GeschwätzVon Baum zu Baum und dünkt sich klugUnd hüpft, und hüpftDem Vogelsteller ins Netz.