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letztenmal zurückkehrende Taube, die dieses Blättchen mitbrachte,das allemal ein Land der Verheißung nahe hoffen laßt. Ichhabe manche Verse sechs-, siebenmal gelesen, blos die Appli-catur zu bewundern, mit der er sich gleichsam vorsätzlich durchParenthesen den Weg zu versetzen scheint, um hernach wiedie glätteste Schlange durchzuglitschen, ohne auch die kleinsteFaser von Sinn und Reim hinter sich zu lassen. Man sagt,Boileau habe seinen zweiten Vers immer zuerst gemacht;Thümmel ist weiter gegangen: er machte erst den dritten,dann den zweiten, und dann den fünften, oder er hat sie,welches mir wahrscheinlicher ist, wie ein Schöpfer, alle zu-gleich gemacht."
Klinger nennt Thümmels Reisen „ein Buch, wie wirnoch keines in Deutschland haben, voll Geist, Jovialität,Genialität, neuer Ansichten, Menschen- und Weltkenntniß,und dieses Alles mit einem so leichten, und wo es nöthig ist,mit einem so feurigen Colorit dargestellt, wovon wir wenigeBeispiele haben." — Anderswo sagt Klinger: „Müßte icheinst meinen Ueberfluß von Büchern abschaffen, so habe ichmich, was die sogenannte schöne deutsche Literatur betrifft,im Voraus eingerichtet. Ich werde Lessings Nathan, Wie-lands Musarivn und Oberen, Goethens Götz, Taffo undJpyigenia, Schillers Don Carlos, Voffens Louise und Thüm-mels Reise ins südliche Frankreich auswählen." — Klingerhatte Thümmeln für fünfzigjährig gehalten; als er sein wah-res Alter erfuhr, schrieb er: „Als ich die fü nfzig niederschrieb.