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[Siebenter und achter Band.]
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des Tags in Millionen Tropfen spiegelnd, und durch den tiefenGrund deS dunkeln Gewölbes erhöht, daS seinen Teppichhinter ihm aufgerollt hat. Wie daS Land, daS mit seinensonnigen Fluren die schönsten und rührendsten Scenen diesesGedichts, wie ein magischer Schauplatz umringt, ist dasGedicht selbst mit zarten und duftreichen Blüthen bestreut,die in der Tiefe ihrer Kronen herrliche Früchte bergen, undwenn der schimmernde, spielende Frühling vorüber ist, deminnern Auge ein neues, goldenes HeSperien zurücklassen.Auch hier werden, wie dort, seidene Fäden — vielleicht nurbisweilen etwas zu lang gesponnen, und in dem zarten,weichen Gespinnst liegt Psychés Ebenbild, daS die eigennützigeLüsternheit bloß neugieriger Leser tobtet, die Neugierde dersinnigen und gemüthvvllen aber zum frischen Leben erweckt.Wie sich in dem ganzen Werke die wundersamste und ge-diegenste Prosa mit den inhaltreichsten und sinnvollsten Versendurchsticht, und Beredsamkeit und Poesie, wie Liber undLibéra, einen gemeinsamen, herrlichen Triumphzug feiern,so ist auch in ihm Alles, was aus Phantasie und Gemüthaufblüht, Ernst und Scherz, tiefe Empfindsamkeit, lebendigeSinnlichkeit, anmuthiger Spott, zarte Liebe, begeisterteFreundschaft, anspruchslose Weisheit und unschuldige Thor-heit in einem dichten, duft- und blumenreichen Kranz ver-schlungen. Indem der kranke, verstimmte, menschenscheueReisende seine Gesundheit wieder sucht, findet er zuerst sickselbst in seinem Herzen wieder, indem sich sein inneres