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4 (1828) Briefe aus dem bernerischen Oberlande : ; Tagebuch einer Reise nach München ; Berg-, Land- und Seereise / Ulrich Hegner
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waus, die Doucherschen Weibsstücke und Coypcls Vcr-irrungcn neben jenen Werken voll Natur und edlerEinfalt erblickt.

Don Hans Holbein dem jüngcrn sind keinehistorischen Stücke, sondern nur fünf Porträte hier,wovon eines die Gnade hat, in dem Saale der Mei-sterstücke neben den herrlichen Bildnissen RaphaclsUnd Dürers aufgehangen zn seyn; es stellt einenWann im Pelz vor mit einer schwarzen Mütze, undist auf Leinwand gemahlt. Es freute mich wahrzu-Uchmen, daß dieser Holbein hier auch etwas gelte. —2n der Nahe dieser dem wahrhaften Kunstgcist ent-sprossenen Köpfe befinden sich auch die zwey berühm-ten Denncrischen Bilder eines alten Mafines undWeibes; sie sind aber hier nicht an ihrem Platze, daihr Verzug nur in der unbegreiflichen Ausarbeitungbesteht, die so zu sagen über die Grenzen der Kunsthinausgeht; denn die Wahrheit der Kunst soll nieblos der Spiegel der Natur seyn, sondern etwas Idca,üsches muß dazwischen liegen. — Dagegen hängt an°ben dieser Wand ein wunderbar interessanter Mäd-chcnkopf von L. da Vinci, der ganz hierher gehört.Er ist auch in Steindruck nachgebildet worden, aberWit schlechtem Gelingen, zu alt, zu breit, zu schwer-iEibig, und Las Feenhafte des Gesichtes fast gänzlichverschwunden. Es soll eine Herzogin Jsabelle vonFlorenz sey«.

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