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4 (1828) Briefe aus dem bernerischen Oberlande : ; Tagebuch einer Reise nach München ; Berg-, Land- und Seereise / Ulrich Hegner
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Die zwey Tage, Freytag und Sonnabend,21. und 22. Juni, benutzte ich noch so gut ichkonnte, durch Besuche auf der Gallerie, und bey demvortrefflichen Greise Jakobi. Nebcnbey sah und hörteich dann doch noch das und dieses, dessen Erinnerungich nicht mag verloren gehen lassen.

So führte mich ein Bekannter zu dem Hofmah-ler St., wo ich ein lebensgroßes Bild des Königesin einem prächtigen Lchnstuhle sitzend, und des Prin-zen Karl in Kürassicruniform zu Pferde sah, beydegut gezeichnet, in edler Stellung, kräftig und brillantgemahlt. Wenn Herr St. noch tiefer in das Ge-heimniß der Mittellinien eindringt, das Fleisch nochetwas zarter behandelt, und nicht nur den Gewänderneinen schönen Wurf zu geben, sondern auch ihrenStoff, was bey Porträten unerläßlich ist, mit gefälli-ger Wahrheit darzustellen weiß, so wird er einer dervorzüglichsten Bildnißmahler seyn. Ist er etwa auchakademisch erzogen worden, und hat den Pinsel erstz«r Hand genommen, nachdem er im Zeichnen schonein Meister war? — Mit allem dem ist er doch einkn seiner Kunst ausgezeichneter Mann, der mehr Lobals Tadel verdient.

Den königlichen Schatz durften wir auch nichtunbcsichtiget lassen', denn so was sieht man zu Hausepicht. Was soll ich aber davon sagen? — Ichwollte daß er mein wäre? — Das eben nicht. Woder Schatz ist, da ist auch das Herz; dieser Ausspruch