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4 (1828) Briefe aus dem bernerischen Oberlande : ; Tagebuch einer Reise nach München ; Berg-, Land- und Seereise / Ulrich Hegner
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Ich ließ mich auch noch einmal überreden, indas Schauspiel zu gehen. Das Stück hieß Hcimburgund Marie, und der Verfasser desselben Bretzncr.Ost ist ein theatralisches Werk besser als die Schau-spieler; hier war es umgekehrt, das Spiel war weitbesser als das Stück, und überzeugte mich, daß tüch-tige Künstler auch das Gehaltlose schaubar machenkönnen, so wie manches Lied sein Leben oft nur sei-ner Weise zu danken hat.

Eine junge Person aus dem Vaterlands, von ei-nem Kunstoercine hierher geschickt, um sich zu einemnothwendigen Werkzeuge der Lehre zu bilden, klagtedaß sie nun auf halbem Wege von den Gönnernstecken gelassen werde, weil sie bey dem kostspieligenAufenthalte hier für Unterhalt und Lchrstunden schlech-terdings mehr brauche als erwartet wurde, selbst aberin dem gewählten Fache noch nichts verdienen könne,und bat für sie zu Hause wirksam zu seyn. Da siein jedem Betracht gute Zeugnisse auszuweisen hat,und die heimischen Gönner zahlreich sind, so ist kaumzu zweifeln, daß diese nicht ausführen werden, was sieangefangen haben, wenn auch nur darum, weil sie esangefangen haben; indem das Zurücktreten von einemwohlthätigen Unternehmen ärger ist, als das Nicht-eintreten in dasselbe. Klugheit sollte der That vor-und nicht hintcnnachgehen, wenn sie gleich ursprüng-lich eine natürliche Tochter mißlungener That ist.