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4 (1828) Briefe aus dem bernerischen Oberlande : ; Tagebuch einer Reise nach München ; Berg-, Land- und Seereise / Ulrich Hegner
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wird. — Wir blieben da über Mittag, könnten aberwegen schlechten Wetters nichts von der Stadt sehen.

"In F-erthofen an der Jler traten wir wiederfür einige Stunden auf Würtcmbergischcn Boden, undmußten dafür 4 sage vier Gulden, Wegegeld bezahlen,ob wir gleich mit den Pässen bewiesen, daß wir nureine ganz kleine Strecke durch dies Land und geradeauf Lindau zu fahren. Es sey gleichviel, ob wir nur,ein paar Stunden, oder durch das ganze große Neichführcn, hieß es. Es ist doch sonderbar, was einer er-fahrt, wenn er auf Reisen geht; wer hätte wohl zuHanse hintcrm Ofen sich von einer solchen landesherr-lichen Maaßregel träumen lassen? — Wir habenseit geraumer Zeit auch Schlagbäume, wo vorher keinewaren; zwar habe ich nie viel Vergnügen daran ge-funden, aber jetzt fände ich es, wenn so ein Zoll-Zwinghcrr, der in das Schweizerland kömmt, bey je-dem eine Viertelstunde aufgehalten würde, den Paßvorweisen und für sich und all sein Zugvieh tüchtigbezahlen müßte. Aber je größer der Herr, desto we-niger bedienen wir Schweizer uns unserer Rechte;der Fürstendicnst hat uns höflich gemacht.

Abends kamen wir bey guter Zeit nach Lcut-kirch, wo wir auf der Post übernachteten. Man istnicht immer willkommen aus den Posten, wenn manmit eignen Pferden kömmt, und mag deßhalb oft besi