1-6
Wind, wie er geht, wenn der, Winter kommen gwilhwehete mir, wieder Sorgen, in den Leib *). MeinGott, wenn es, bey uns so ist, so.schncyt es, waswird dann aus dem Wein und den Sommcrfrüchtestwerden;, gerade setzt, wo es um der Trauben willenam wärmsten seyn sollte, so ein Winterwiud! WennRegen und Sonnenschein von Gott kommt, warumschickt er nicht lieber Sonnenschein, da man dessen sdallgemein weit und breit bedürfte? — Es mag sichjedoch zutragen, was da will, so findet die Vorsehungihre Vertheidiger l — Sie will uns in der Geduldüben, sagen die Einen; aber warum hört man dennso viele Worte der Ungeduld? —- /Vielleicht verhütthen diese naßkalten Winde pestartige Krankheiten,wenigstens hört man nirgends von Ansteckungen, smgen Andere; aber entgcgnet man wieder, kann dennein Unglück nicht abgewandt werden, als durch ei»anderes Unglück, Krankheit durch Mißwachs? —ist dieß Jahr, laßt man die Bergknappen sagen, einsungewöhnliche Hitze unter dem Erdboden, wäre nochdie Sonnenhitze von oben hinzugekommen, so hattesengende Dürre alles verzehrt, oder ungeheure DoMncrwettcr alles zerschmettert. Bey allem dein kaiMman noch immer fragen, war denn nicht anders Rath
*) Nicht umsonst, denn dieses Frühjahr war der Anfadsder Lheurung und Hungersnoth.