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4 (1828) Briefe aus dem bernerischen Oberlande : ; Tagebuch einer Reise nach München ; Berg-, Land- und Seereise / Ulrich Hegner
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vor uns her, in Einem fortzugehen. Es öffnete sichhier und da die auf der Tiefe liegende weiße Nebel.'decke, und ließ uns auf die sonncncrhelltc Erde wiein ein Zaubergcmälde blicken; schloß sich dann wieder,um an einem andern Orte aufzugehen, und uns einneues Ländchcn, wie eine glückselige Insel in fernemMeere zu zeigen. Wir mußten stille stehen und unsdem Eindruck überlassen; es war wie wenn schöneTraume an uns vorüberzögen.

Jetzt waren wir oben, zu oberst. Da sieht dasneue Wirthhaus, das voriges Jahr angefangen wor-den, und jetzt so weit vollendet ist, daß es schon zubequemer Herberge für mehrere dient. Unser warenfünfc, und zwey Träger, und wohl hätten eben soviele noch Platz gehabt. Indessen ist der Unlcrnch-Mcr beschäftigt, noch einen Flügel anzubauen; dennsihon im Frühjahr kamen der Reisenden so viele, daß,ba noch nichts als die Wirthsstube fertig war, ganzeHaufen des Nachts in dem vorläufig gebauten Kuh-sialle lagerten, der gleich einer Höhle in den Bodengegraben und warm ist. Das neue Haus steht nur2twa fünfzig Schritte von der obersten Bergspitzc, wobas Kreuz aufgepflanzt ist, am südlichen Abhänge, umvor dem Nordwinde geschützt zu seyn.

Es ist leicht zu erachten, Laß, sobald wir umge-kleidet waren, unser erster Gang nach dem Kreuzebes Kultus war, nach welchen! wir gestern schon ausder Tiefe so sehnsuchtsvoll hinangeblickr hatten. Nicht