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4 (1828) Briefe aus dem bernerischen Oberlande : ; Tagebuch einer Reise nach München ; Berg-, Land- und Seereise / Ulrich Hegner
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226
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und Poesie, die nirgends fehlen, wo Denkmahle derTodten aufgestellt sind, weil die Zärtlichkeit für den,der nicht wieder kömmt, so leicht, und oft aus ver-schiedenen Gründen, über das Maaß hinausläuft,welches die besonnene Kunst erfordert. Unter diesenTodtenmahlen sieht man auch solche, die nicht in Steingehauen, sondern in Oehl gemalt sind, und deshalb ^hier an der freyen Luft nur kurze Dauer versprechen; -was liegt jedoch daran, wenn nur die Erinnerung im '

Herzen der Liebe lebt; denn was ist ein Denkmahl ^ohne sie? Auch die schönsten werden zuletzt mehr einDenkmahl des Meisters, der sie gemacht, als dessen,

Len sie verewigen sollten.

Ein hier aufgestelltes Oehlgemalde, wo der Todzu einem Geistlichen heranschleicht, der auf der Geigespielt, geht unter diesen ernsthaften Gegenständen bey/nahe ins Spaßhafte über. Wahrscheinlich war derVerewigte ein leidenschaftlicher Liebhaber des Saiten-spiels, den ein glückliches Ende mitten aus seinerLieblingsbeschäftigung riß; wenigstens muß man dieVorstellung so deuten. Würdiger indeß des ernstenPlatzes möchte es gewesen seyn, wenn man denSpielmann so gemalt hatte, wie ihn ein winkenderGenius aufmerksam auf eine höhere Musik macht,und er in entzücktem Emporschaucn sein Tongeräkheaus matter Hand in Len Staub sinken laßt.

Der dieser Kirche zudienende Gottesacker kann,seiner Lage nach, als außerhalb der Stadt befindlich