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Reise mehrerer Schlesier in die Alpen der Schweitz und Tyrol's / in Briefen des Grafen von P.; mit einer Ansicht des Ortler's in Tyrol
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29
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Regen und Sturm hinderten uns, an dem Besuch de«fürstlichen Sommer-Aufenthalts Montrepos und Altwied, diaromantisch an Berglehnen liegen, wo ehemals das römischeLager zu Beschützung des Rhein-Ueberganges stand. Endlicherleuchtete die Sonne diese Hügel, und gewährte uns wenig,ftens die Aussicht auf diese lachende Gegend; der Sturmward zu Gegenwind und ein alter erfahrner Schiffer, vonunsern dortigen Freunden ausgewählt, übernahm es, unsglücklich nach Bonn zu bringen. Hohe Wellen machten hau,fig unsern Nachen schwanken und sprühten herein, vorzüglichbis Andcrnach, wo der Schiffer zur Entrichtung des Zollesanlegen mußte, indeß wir waren der Wassergsfahr schon et,was mehr gewohnt, und das unangenehmste waren die Re,genschauer, die uns abwechselnd benetzten, da der Schifferdas Verdeck bei dem starken Winde für gefährlich hielt. Hierbei Andernach , einer altrömischen, in hohe Mauern einge,schlossenen Stadt, drängte sich der Rhein wieder durch kolos-sale Felsgebirge, jedoch ist das Flußbett nicht so eng als amRheingau . Ueber dem, wegen der Salmen-Fischerei berühm,ten Londersdorf, thront die Burg Hammerstein, eine der äl-testen am Rhein ; geschleift und wieder hergestellt, barg sie^nno noZ den unglücklichen vierten Heinrich, Lnno r683ward sie von den Franzosen , wie die meisten dieser Rhein ,vesten früher oder später, zerstört. Aus den Fluthen desStromes entsteigt weiterhin die gebüschigte Znsel Wester,Holden.-Au, und links liegt Fornich, wo zwei Votiv-Steinemit der Inschrift: knikrw st gsnü loci, die letzte römischePost am Ober-Rhein anzudeuten scheinen. Die Kreuzborner,Lege mit dunkelbraunem Basalt-Felsen, wo man zu Römer,zeitsn Mühlsteins brach und die Tuffstein-Brüche hinter Nip,pes, verdienen die Aufmerksamkeit des Reisende», auch