2 Geſchichte der inlaͤndiſchen Schiffahrt.
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alle, ia N ie, am mehrſten, ſowohl in Sitten als Religion, von einaiderabweichende Voͤlker, zum gemeinſchaftlichen Endzweck ihres Daſeyns, das Vohlihrer„ zu befoͤrdern, in eine genaue Verbindung gebracht, undgleichſam wie in eine Geſellſchaft vereiniget.
Hat Europa nicht den groͤſten Theil 1125 Macht, ſeines Reichthums, undder Herrſchaft, die es uͤber die andern Welttheile behauptet, dem Handel undder Schiffahrt zu verdanken? Und vermehren ſich dieſe Vortheile nicht in ebendem Verhaͤltniß, ſo wie die Schiffahrt durch neue Erfindungen vervollkomnnetwird, und wie durch ſie neue Entdeckungen gemacht, und neue Quellen derHandlung ausgefunden werden? Wie viele Staaten, die jezt reich und maͤthtigſind, wurden nicht in Duͤrftigkeit und ganz unbedeutend dahin leben? Wie rielerBequemlichkeiten des Lebens wurden wir nicht entbehren muͤſſen; und uns ebenſo wenig der Produkte, welche entfernte Laͤnder hervor bringen, zu erfreuenhaben, als unſere eigene auf eine vortheilhafte Art vertauſchen konnen?
Durch dieſen Umſatz der Waaren und Produkte, empfindet kein Landſeine Unfruchtbarkeit, und indem eine Nation die andere an ihrem Segen Theilnehmen laͤßt, ſo entſtehet dadurch auf gewiſſe Art unter allen ein ſehr gluͤcklichesGleichgewicht.
Der Kaufmann ſetzet die ſo kuͤnſtliche Handlungsmaſchine zuſammen, brin-get ſie in Bewegung, ſuchet ſie darinn zu ee und zu Erreichung ſeiner Ab-ſichten wuͤrkſam zu machen. Sein einziger Zweck iſt der Gewinn, und deſſer rei-zet ihn, ſich allen Gefahren, die lange Seereiſen legleden auszuſetzen, und Un-ternehmungen zu wagen, deren Ausſchlag nicht ſelten auf einmahl ſein ganzesGeſchick beſtimmet. Und eben dieſer Kaufmann beſchaͤftiget vielleicht etlichetauſend Haͤnde, und verſchaffet ihnen ihr ehrliches Auskommen. Welch Wohl-that fuͤr einen großen Theil des menſchl ichen Geſchlechts!
Schwerlich wuͤrde ich die großen Vortheile und wichtigen Folgen,welche die guͤtige Vorſehung, zum Beſten der Menſchen, mit der an, und