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Die zween Griechen.
Zween Griechen, welche durch das BandDer Sympathie verbrüdert waren,
Verließen jung ihr Vaterland,
Und suchten Glück bei den Barbaren.
Das Schicksal trennte sie; Porphyr
Kam nach Jllyrien, ward Kriegsknecht, Offizier,
Spion, Feldmarschall, Großvezier,
Und kurz, in Zeit von zwanzig Jahren,
Bestieg er als der SchwiegersohnDes Königs den ererbten Thron.
Aret, der nichts von ihm erfahren,
Kam, als ein armer Philosoph,
Vom Unglück stets verfolgt, an seines Freundes Hof,
Der eben Audienz ertheilte.
„Was seh' ich, Himmel!" rief Aret,
Der weinend ihm entgegen eilte,
„Porphyr, mein Bruder!" — „Was?" siel seine MajestätErröthend ihm in's Wort; „hinweg mit diesem Tollen,Der unsern Stand vergißt! Vielleicht hat gar ein FeindSich hinter ihm verbergen wollen." —
„Vergib mir!" sprach Aret, „ich hätte keinen FreundAuf einem Throne suchen sollen."