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Der alte Diener.
In Memphis goldner Burg trat vor des Königs ThronEin edler Greis an seinem Stäbe.
„Ich diente deinem Vater schon,"
Sprach er, „und wenn ich treu gedienet habe,
So gib mir meiner Arbeit Lohn."
Der König kannte längst des Alten Treue,
Er sah ihn freundlich an: „Was forderst duWon meiner Dankbarkeit?" — „Die Nuh;
Vergönne, daß ich mich mit meinen Enkeln freue,
Eh' mich der Tod von hinnen rafft."
„Ei," rief der Fürst, „du kannst noch lange nützen,
Dein Geist behält noch seine ganze Kraft;
Bleib' hier: du sollst an meiner Seite sitzen,
Und wenn der Tod dich von uns ruft,
So leg' ich dich in meine Fürstengruft."
„Ein Grab in deinen Pyramiden,"
Versetzt der Greis, „ist auch ein Grab.
Das dunkle Thal, das mir mein Daseyn gab,
Sey auch mein Ruheplatz hienieden."
Der König ließ den Diener ungern ziehn,
Doch mußt' er ihm zuletzt willfahren»
Er dachte schon nicht mehr an ihn,
Als er nach zwei verfloff'nen Jahren
Einst müde von der Jagd auf einem Sandstein saß,
Auf dem er diese Worte las: