Band 
Zwölfter Band.
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Das Götzenbild.

In einem Tempel der MogolenWard sonst mit großem Pomp ein Götzenbild verehrt,

Bon Delphis prächtigen Idolen

Das prächtigste. Sein Schmuck war Millionen werth»

Es saß auf einem hohen Throne,

Bon Perlen starrte sein Gewand,

Um seinen Scheitel schlang sich eine Demantkrone,

Ein Zepter wuchs aus seiner Hand,

Und unter seinen Füßen standAls Schemel eine goldne Sphäre.

Einst fuhr der Geist der Reformation —

Ein seltnes Phänomen — in der Braminen Chöre.

Sie glaubten, trotz der Protestation

Des warnenden Dekans, daß es weit edler wäre,

Statt des geschmückten Gatts, ein nacktes Bild von ThonZum Dienst des Volkes auszusetzen,

Und mit den unfruchtbaren SchätzenDen ärmern Theil der NationDurch milde Gaben zu beglücken.

Der Pflastertreter Zunft und der Poeten Schwärm,

Zwo Kasten, oft gleich faul und öfter noch gleich arm,Beklatschten den Entschluß mit brausendem Entzücken»

Nun ward das goldne Bild mit seinem Schmuck zerlegtUnd zu Dukaten umgeprägt.

An seine Stelle kam auf einem niedern HerdeBon leckerm Tuff ein Gott von Pfeifenerde»