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Es war mein Oheim, der sein HerzJtzt wiederfand; er eilteDem Bauer nach. Mit edelm SchmerzUmschloß er ihn und weilteAn seiner Brust. „Vergebet mir,
O Freund!" sprach er, „und tilget hierMitliefen hundert GuldenNicht Eure, meine Schulden."
Dann rief er auf dem LindenplatzDes Dorfs gesammte Glieder,
Und legte den gefundnen SchatzZukihren Füßen nieder.
„Da," sprach er, „theilet euch darein;Mir wär' es Gift, wollt' ich alleinSo vieles Gold besitzen;
Vertheilt nur kann es nützen."
Ha! bravo, lieber, guter Mann!Das heiß' ich Kunst zu leben!Genügsamkeit, nicht Reichthum, kannUns Glück und Ruhe geben.
Der Ueberfluß und Mangel sindDem Samum gleich, nur zu geschwindVergiften alle beideDie Tugend und die Freude.