Der Schenktisch blitzt von Karasinen,
Gefüllt mit flüssigen RubinenUnd mit der Palme süßem Naß.
Bom Anblick, auch der fettsten Bissen,
Wird keiner satt, auch zog er kühnDie nächste Schüssel vor sich hin;
Allein sie ward ihm schnell entrissenWon einer unsichtbaren Kraft.
Bestürzt griff er nach einer SchaleVoll Sekt: auch sie wird weggerafft.
So ging es ihm zum zehntenmale.
„Gott!" rief er, „welche Höllenpein!
An einem Tisch mit hundert TrachtenUnd hundert Flaschen NectarweinSoll ich, wie Tantalus, verschmachten?"
Itzt trat ein alter Zwerg herein.
„Freund," sprach er, „diese HerrlichkeitenSind dein; jedoch dein Magen mußDrei Tage lang sich zum GenußZuerst durch Fasten vorbereiten."
„Ach!" rief der Fremdling stöhnend aus,
„Was nützet mir ein Götterschmaus,
Den eine Zukunft mir verheißet,
Die mir des Todes Hand verzäunt?"„Freund," sprach der Saubrer, „nicht geweint!Gesetzt, dein Lebensfaden reißet,
So schwör' ich dir beim heil'gen Grab,
Der ganze Tisch sammt allen SpeisenVerbleibt ein Erbe deiner Waisen,
Die ihren frommen WanderstabNach dem gelobten Lande tragen."
Der arme Pilger sank zurück;