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Sprach sie, „durch meine Medizin,
Zwar langsam, aber sicher, heilen.
Den Trunkenbold, die Buhlerin,
Der Ehrsucht Knecht, den Filz, den Räuber,Den Mörder, selbst die bösen WeiberSchaff' ich zu guten Wesen um;
Und bis mir nicht die SeelenkrankenDas Wunder selbst gestehn und danken,
Will ich kein Honorarium."
Die Göttin bot vor allen ThürenIhr Mittel feil. Sie lief sich krumm,
Und schrie sich heisch, das PublikumWon seinem Werth zu überführen.
Umsonst, man ward sie kaum gewahr.
Die Metzen und die Prasser lachten,
Ja mancher Bube warf sie garMit Koth, und kurz, sie lief Gefahr,
Vor bitterm Hunger zu verschmachten.
Sie klagt dem Bruder ihre Roth.
„Das dacht' ich wohl," sprach er; „an ThorenWar schlichte Weisheit stets verloren»
Mach' es, wie ich, so hast du Brod.
Nur durch die Kunst der Charlatane,
Nur durch der Täuschung ZauberkraftGebietet man dem eitlen WahneUnd der verjährten Leidenschaft.
Verkappe dich als Hexenmeister,
Und leihe der PhilosophieDen Mantel der Thaumaturgie;
Lies im Gestirn, citire Geister,
Und rühme dich der Alchymie,
So wird sich bald das Blättchen wenden,